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Explizites und implizites Wissen

Explizites Wissen


PSYCHOLOGIE
Glossar Entwicklungspsychologie Persönlichkeitspsychologie Wahrnehmungspsychologie Kognitionspsychologie
Überblick Bedeutungsbezogene Wissensrepräsentation Gedächtnis Lernpsychologie Überblick Klassifikationen des Wissens Überblick Philosophische Ansätze ÜberblickFakten-, Anwendungs- und Handlungswissen (Ryle und Baumgartner) [ Explizites und implizites Wissen (Polanyi) Überblick Explizites Wissen Implizites Wissen  ] Metakognition Lerntypen ▪ Funktion der beiden Gehirnhälften Emotionspsychologie Motivationspsychologie Kommunikationspsychologie Wahrnehmungspsychologie
 

Im ▪ Klassifikationssystem von Polanyi stellt das explizite Wissen jenen Teil des Wissens dar, der in abstrakter Form (z.B. als natürliche oder künstliche Sprache) vorhanden ist (vgl. implizites Wissen)

Das explizite Wissen besitzt folgende Merkmale:

  • Es kann durch Sätze (komplexe Aussagen, Propositionen) beschrieben werden (propositionales Wissen).

  • Es bildet im Allgemeinen ein Netzwerk von zusammenhängenden Aussagen, die Wissensstrukturen abbilden sollen.

  • Es kann hinterfragt, diskutiert und transportiert werden.

  • Es lässt die Neukombination von Gedanken oder neue Gedanken zu. (vgl. Jarz 1997, S.83f.)

Wissen ist als ein System aufzufassen, das aus zentralen und peripheren Erfahrungssätzen (Aussagen) besteht.

Das System des expliziten Wissens

zentrale Sätze

periphere Sätze

  • grundlegende Aussagen

  • begründet (legitimiert) von einem durch persönliche Erlebnisse und Erfahrung gebildeten "Gaubenssystem" (Weltbild), das nicht mehr hinterfragt wird

  • Änderung der Aussagen führen zum Zusammenbruch des Systems oder zu gravierenden strukturellen Änderungen

  • lose an die zentralen Aussagen gebunden

  • können leicht ausgetauscht und modifiziert werden

"Explizites Wissen ist ein expliziertes Wissen, kann jedoch durch Routinehandlungen impliziert werden. " (Jarz 1997, S.84)

Gert Egle, zuletzt bearbeitet am: 29.01.2021

       
 

 
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