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Formen des Storyboards

Karteikarte

 
 
  Ein Storyboard in Printform, das die wichtigsten Informationen zu einer bestimmten Einstellung auf einen Blick zur Verfügung stellt, lässt sich in Form einer "großen" Karteikarte anlegen. Dafür ist das DIN A4-Format auf DIN A5 halbiert.
 
 

Erläuterungen zu den Feldern

  1. Nummer der Einstellung davor

  2. Scribble (Zeichnung, Skizze der Einstellung durch den Kamerasucher betrachtet

  3. Angabe der Einstellungsgröße und der Einstellungs- bzw. Kameraperspektive (z.B. Normal-, Ober-, Untersicht) sowie des Aufnahmeorts (Location)

  4. Laufende Nummer der Einstellung

  5. Kamerabewegungen (z. B. Schwenk, Kamerafahrt etc.)

  6. Geplanter Übergang zwischen der Einstellung davor (Übergangseffekt)

  7. Anmerkungen zum Ton bzw. Art der Tonaufnahme (extern, intern)

  8. Geplanter Übergang zu der nachfolgenden Einstellung (Übergangseffekt)

  9. Angabe der geplanten Einstellungslänge in Sekunden

  10. Nummer der nachfolgenden "Karteikarte"/Einstellung

  11. Voraussichtliches Aufnahmedatum und Uhrzeit

  12. Details zum Aufnahmeinhalt, den Objektbewegungen, angedeutete Dialoge usw.

Das vorliegende Storyboard-Format hat bestimmte Vorteile. Es enthält die wichtigsten Informationen, die für eine bestimmte Aufnahme zu Verfügung stehen sollten. Darüber hinaus ist es sehr übersichtlich gestaltet und gut handhabbar. So kann es nach der entsprechenden Lochung in herkömmlichen Ordnern der Größe DIN A5 sehr gut eingeheftet werden. Man kann damit die fortlaufende Weiterentwicklung des Storyboards ausgezeichnet organisieren und bei Bedarf einzelne Einstellungen herausnehmen oder ergänzen.

Was die Nummerierung der aktuellen Storyboard-Seite (Feld 10) anbelangt, empfiehlt es sich mit Ruhe und Bedachtsamkeit vorzugehen. Denn bei einer dynamischen Storyboardentwicklung wird es häufig vorkommen, dass diese Einstellungen umgestellt oder um andere ergänzt werden. Ebenso wird es auch dazu kommen, dass entgegen ursprünglicher Überlegungen bestimmte Einstellungen weggelassen werden. Wer also in seinem Storyboard-System dadurch Ordnung hält, dass die Einstellungsfolge nicht durcheinander gerät, der sollte die Nummern erst dann eintragen, wenn die Storyboard-Entwicklung zu einer gewissen Stabilität von Einstellungsfolgen und Sequenzen geführt hat.

Für die Nummerierung der aktuellen Storyboard-Seite in den dafür vorgesehenen runden Kästchen, sollte man sich jedoch ruhig solange Zeit lassen, bis man sich dabei einigermaßen sicher ist. Andernfalls muss man in Kauf nehmen, dass die ehemals lückenlose lineare Reihenfolge der Zahlen Lücken und Ergänzungen aufweist, was aber die Filmarbeit bei kleineren Projekten nicht erheblich beeinträchtigen muss.

Natürlich dürfen auch die Nachteile dieses doch sehr ausführlichen Storyboard-Formats nicht verschwiegen werden. Wem es mehr auf die visualisierte Darstellung bis hin zur illustrativen Gestaltung des Drehbuchs ankommt, der wird ein Storyboardformat bevorzugen, das einen, zumindest für 4-8 Scribbles umfassenden Überblick, über den späteren Film verschafft. In diesem Fall werden die Metadaten zur Einstellung, also z. B. Kameraperspektive, Übergangseffekte, Tongestaltung usw. eher in der Shot-list geführt, die neben dem Storyboard bei der Aufnahme zum Einsatz kommt.

Gert Egle, zuletzt bearbeitet am: 06.03.2017

 

 

      
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