teachSam- Arbeitsbereiche:
Arbeitstechniken - Deutsch - Geschichte - Politik - Pädagogik - PsychologieMedien - Methodik und Didaktik - Projekte - So navigiert man auf teachSam


deu.jpg (1524 Byte)

Erlebte Rede

Erlebte Rede vs. innerer Monolog

 
FAChbereich Deutsch
Center-Map Glossar
Literatur:▪ Autorinnen und AutorenGattungen Epische Texte Strukturen epischer Prosa Strukturbegriffe des Erzählens Center-Map Überblick Darstellungsebene und Ebene des Dargestellten  Raumgestaltung Zeitgestaltung Darbietungsformen des Erzählens Center-Map Überblick   Erzählerbericht Figuren- / Personenrede Überblick Kurzinfo Direkte Rede Indirekte Rede  [ Erlebte Rede Merkmale FluktuierenErlebte Rede vs. Innerer Monolog◄ ▪ Textauswahl ] Innerer Monolog Bewusstseinsstrom Redeform Übungen Figurengestaltung Perspektiven beim Erzählen Erzählperspektive (Erzählsituation, Erzählhaltung) ▪ Analyse erzähltechnischer Mittel (Auswahl)▪ Bausteine Formen epischer Prosa Grundlagen der Textanalyse und Interpretation Schreibformen  Operatoren im Fach Deutsch

 
Ähnlichkeiten und Unterschiede von erlebter Rede und innerem Monolog
Die erlebte Rede und der innere Monolog "erlauben es, erzählend zu simulieren und rezipierend nachzuvollziehen (und nicht mehr nur zu berichten bzw. zur Kenntnis zu nehmen), was sich als kognitive oder emotionale 'Handlung' im Inneren einer fremden Psyche abspielt." (Meister 2017, S.94)  Wird auf diese Weise erzählt, wird eben nicht mehr nur gezeigt, "was man anders und anderes in einer äußeren Welt sehen und wie man dort handeln könnte", sondern es führe auch vor "wie man anders sehen und vor allem Fühlen kann." (ebd.) Diese Teilhabe an fremden Wahrnehmen und Fühlen bezeichnet man auch als Introspektion.

Erlebte Rede und der innerer Monolog weisen eine ganze Reihe von Ähnlichkeiten auf, können aber dennoch klar voneinander unterschieden werden.

Erlebte Rede

Innerer Monolog

  • Art der Wiedergabe von Gedanken

  • seltener auch für die Wiedergabe von gesprochenen Worten einer fiktionalen Figur

  • Art der Wiedergabe von unausgesprochenen Gedanken, Assoziationen, Ahnungen etc. der fiktionalen Figur

sprachliche Erkennungsmerkmale

sprachliches Erkennungsmerkmal
  • Ich - Form, 1. Person, Präsens
Aufgabe und Funktion
  • innere Vorgänge werden aus der Perspektive der diese Vorgänge selbst erlebenden Figur wiedergegeben (Innensicht)

  • durch Verwendung der 3. Person erfolgt die Wiedergabe der inneren Vorgänge in direktem und objektiv-unpersönlich erscheinenden Bericht

  • Erzähler noch spürbar, daher auch eine gewisse Distanz zur reinen Innensicht

Aufgabe und Funktion
  • Wiedergabe von Augenblicksregungen der Figur (Innensicht)

  • Identifikation des Lesers mit dem Romanhelden dadurch, dass der Erzähler "verschwindet" und die Perspektive der Figur allein maßgebend ist

Stilwert
  • ziemlich große, fast suggestiv wirkende Unmittelbarkeit des Mitfühlens

  • relativ große Beweglichkeit und Eindringlichkeit des Erzählens durch jederzeit möglichen Perspektivenwechsel

  • häufig fehlt ein deutlicher Hinweis auf den Übergang von Erzählerbericht zur erlebten Rede (Zwischentöne möglich!)

Stilwert
  • völlige Unmittelbarkeit des Mitfühlens

 Gert Egle, zuletzt bearbeitet am: 20.06.2019

 
 

 
EPISCHE TEXTE
Center-Map
Überblick Formen epischer Prosa Epische Kleinformen FabelKurzgeschichte Gleichnis Parabel Strukturen epischer Prosa Häufig gestellte Fragen Erzähltechnische Mittel Raumgestaltung Zeitgestaltung Darbietungsformen des Erzählens Figurengestaltung Erzählperspektive - Erzählsituation Strukturwandel in der modernen Epik Bausteine

INTERPRETATION EINES EPISCHEN TEXTES
Aspekte der Analyse Funktionszusammenhang Literarische Charakteristik Häufig gestellte Fragen

 
  Creative Commons Lizenzvertrag Dieses Werk ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International License (CC-BY-SA)
Dies gilt für alle Inhalte, sofern sie nicht von
externen Quellen eingebunden werden oder anderweitig gekennzeichnet sind. Autor: Gert Egle/www.teachsam.de
-
CC-Lizenz