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Bildquellen analysieren

Arbeitschritte

Quellen analysieren

 
GESCHICHTE
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Externe Links
»segu-geschichte: Bildquellen untersuchen (Klasse 7-10) (pdf)

»Martin Sauer: Bilder als historische Quellen (bpb)

Quickie für Eilige

Um eine • Bildquelle zu analysieren kann man einer bestimmten Abfolge von Arbeitsschritten folgen. Dabei bedeutet dies allerdings nicht, dass man genau diese Reihenfolge einhalten muss. Denn natürlich kann man, ganz nach eigenen Vorstellungen immer wieder zu einem anderen Arbeitsschritt und den dabei zu bewältigenden Aufgaben zurückkehren.


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Arbeitsschritte

Fragen

Weitere Hinweise und Fragen

1

Basisinformationen erfassen

  • Um welche Art von Bildquelle handelt es sich?

  • Wie lautet der Titel des Bildobjektes?

  • Wer ist der Autor/die Autorin bzw. der Bildproduzent/die Bildproduzentin?

  • Wer hat das Bildobjekt in Auftrag gegeben?

  • Wann ist das Bildobjekt entstanden?

  • Zu welchem Anlass wurde es gestaltet?

  • An wen richtet sich das Bildobjekt?

  • »Historienbild/Historienmalerei: Oft m Mittelpunkt ein Held, eine als autonom handelnd dargestellte Einzelpersönlichkeit; dienen oft einer absichtsvollen Verklärung, seiner Überhöhung und der Ausgestaltung eines Geschichtsmythos, nicht einer realistischen Darstellung eines vergangenen Geschehens, dessen Augenzeuge der Bildproduzent meistens gar nicht gewesen ist; Sie wurden oft von Herrschenden in Auftrag gegeben, erworben oder ausgestellt und dienten deren Selbstinszenierung und öffentlicher Repräsentation; Beispiel: Die Krönung Napoleon I. in Notre Dame 1804 (Historiengemälde von Jaques-Louis David (1806-1807)
  • Porträts: im Mittelalter keine Porträtähnlichkeit; auch in der Renaissance ist die Realitätsnähe nicht nachprüfbar; Herrscherporträts sind stilisierte Auftragskunst und dienen der Selbstinszenierung und der Repräsentation der Mächtigen
  • Fotos besitzen eine wegen ihres vermeintlich objektiven dokumentarischen Charakters eine besonders • hohe Glaubwürdigkeit sind aber vor allem im Bereich der Porträtfotografie meistens arrangiert, bilden stets nur einen bestimmten Wirklichkeitsausschnitt ab und können neben Informations- auch manipulativen Propagandadazwecken dienen

Textbausteine/Textprozeduren:

  • Das Bild [ggf. Angabe der Art der Bildquelle] mit dem Titel wurde von [Name des Bildproduzenten]  im [Jahr] / am [Datum] angefertigt/gemalt/gezeichnet.
  • Über die Entstehungszeit des Bildes gibt es keine Angaben.
  • Das Bild wurde (wahrscheinlich/nachweisbar) von [Name des Auftraggebers] im [Jahr] / am [Datum] in Auftrag gegeben.
  • Der Entstehungszeitpunkt und das dargestellte Ereignis sind nicht identisch, denn …
  • Das Bild wurde schon nach seiner Anfertigung der gesamten/ einer eingeschränkten Öffentlichkeit zugänglich gemacht und in einem Museum, einem Schloss oder sonstigen öffentlichen Gebäude ausgestellt ...
  • Das Bild richtete sich demnach an ...

2

Inhalt und Gestaltung beschreiben

  • Was ist dargestellt (z. B. Landschaft, Personen, Ereignisse, Symbole)?

  • Welcher (Bild-)Ausschnitt wird dargestellt?

  • Handelt es sich um eine realitätsnahe oder eher realtitätsferne Darstellung?

  • Aus welcher Perspektive wird das gestaltete Objekt abgebildet?

  • Wie ist die Komposition des Bildes in Vorder-, Hinter- und Mittelgrund gestaltet?

  • Wie sieht die Farbgebung des Bildobjektes aus?

  • In welcher Beziehung stehen die gestalteten Bildobjekt zueinander?

  • Bei Personendarstellungen: Welche • Körperhaltungen, • Gesten, welche • Mimik » und welche anderen Aspekte der äußeren Erscheinung (z. B. • Kleidung, Abzeichen und Schmuck (Accessoires), Haar und Haargestaltung) sind dabei zu erkennen?

  • Bilder können realitätsnah oder eher realitätsfern gestaltet sein (Grad der Ikonizität)
  • Bildobjekte können mit unterschiedlicher Gestaltungs- und Wirkungsabsicht ihre dargestellten Objekte aus verschiedenen Perspektiven darstellen: a)  Froschperspektive/Untersicht, bei der Sicht auf das/die Bildobjekt/e stark unterhalb der Augenhöhe (Normalsicht), von tief unten nach schräg oben, gerichtet ist. wirkungspsychologisch wird die Untersicht in Verbindung gebracht mit einem psychologischen Archetypus, wonach die Figur, die von unten mit einer leichten Untersicht aufgenommen wird, mächtiger und kompetenter wirken soll; b) Normalsicht entspricht unserer "normalen" Augenhöhe; c) Vogelperspektive/Draufsicht/Obersicht, bei der im Ggs. zur Untersicht das/die Bildobjekt/e stark oberhalb der Augenhöhe (Normalsicht), von weit oben nach schräg unten, gerichtet ist; wirkungspsychologisch wird die Obersicht in Verbindung gebracht mit einem psychologischen Archetypus, wonach eine Figur, die von oben mit einer leichten Draufsicht aufgenommen wird, weniger mächtig und kompetent wirken soll;

3

In den historischen Zusammenhang einordnen

  • In welchem Bezug steht die Darstellung zur außerbildlichen Realität?

  • Welche historischen Phänomene kommen im Bild zur Gestaltung?

  • Entsprechen die dargestellten Bildobjekte der außerbildlichen Realität oder sind sie in irgendeiner Art und Weise idealisiert bzw. verfremdet?
  • Welche historischen Ereignisse gehören zu dem Bildkontext?
  • Gibt es weitere Belege über die dargestellte Wirklichkeit im Bild?

4

Die Gesamtaussage erkennen und beurteilen

  • Welche Aussagen werden dem Betrachter/der Betrachterin über die dargestellten historischen Phänomene nahe gelegt?

  • Wie sind die Besonderheiten der Bildsprache (z. B. Symbole, Metaphern, Allegorien) zu verstehen?

  • Welche Funktion soll das Bildobjekt in seinem Kommunikationsbereich erfüllen?

  • Welche Interpretation der dargestellten Sachverhalte kennzeichnet die Darstellung insgesamt?
  • Soll das Bild seine Objekte realitätsnah abbilden oder idealisiert es seinen Gegenstand?

  • Soll das Bild etwas kritisieren oder Bestehendes verteidigen?

  • Dient das Bildobjekt propagandistischen Zwecken?

Quickie für Eilige

Externe Links
»segu-geschichte: Bildquellen untersuchen (Klasse 7-10) (pdf)

»Martin Sauer: Bilder als historische Quellen (bpb)

Gert Egle, zuletzt bearbeitet am: 04.10.2023

 
 

 
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