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Es ist der Schreiber
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Licht, der schon im •
Ersten Auftritt in •
Heinrich von Kleists (1777-1811) ▪
Drama
• »Der zerbrochne Krug« auf den biblischen Namensvetter
des Dorfrichters hinweist, als er die ersten Ausflüchte • Adams wegen
seines desolaten Zustandes mit der Bemerkung kommentiert:
"LICHT.
Ihr stammt von einem lockern Ältervater
Der so beim Anbeginn der Dinge fiel,
Und wegen seines Falls berühmt geworden;
Ihr seid doch nicht –?
ADAM.
Nun?
LICHT.
Gleichfalls –?
ADAM.
Ob ich –? Ich glaube –!
Hier bin ich hingefallen, sag ich Euch."
Wenig später macht
Licht eine weitere Bemerkung zu der Erklärung, die Adam ihm für
seinen Sturz gegeben hat. "Der
erste Adamsfall, / Den Ihr aus einem Bette hinaus getan".
Damit verweist er
auf das dem
»biblischen
Schöpfungsbericht nach
»erste
Menschenpaar
(Adam und Eva), das von Gott nach dem so genannten
»Sündenfall aus dem Paradies vertrieben worden sein soll.
Im Buch »Genesis
3,1-13; 3, 22-24 ist das Geschehen des Sündenfalls wie folgt geschildert:
"Die Schlange war
schlauer als alle Tiere des Feldes, die Gott, der Herr, gemacht
hatte. Sie sagte zu der Frau: Hat Gott wirklich gesagt: Ihr dürft
von keinem Baum des Gartens essen? Die Frau entgegnete der Schlange:
Von den Früchten der Bäume im Garten dürfen wir essen; nur von den
Früchten des Baumes, der in der Mitte des Gartens steht, hat Gott
gesagt: Davon dürft ihr nicht essen, und daran dürft ihr nicht
rühren, sonst werdet ihr sterben. Darauf sagte die Schlange zur
Frau: Nein, ihr werdet nicht sterben! ...Ihr werdet wie Gott und
erkennt Gut und Böse. Da sah die Frau ... und nahm von seinen
Früchten und aß; sie gab auch ihrem Mann. (Genesis 3,1-6)... Gott,
der Herr, schickte ihn aus dem Garten Eden weg. Er vertrieb den
Menschen und stellte östlich des Gartens Eden die Kerubim auf und
das lodernde Flammenschwert, damit sie den Weg zum Baum des Lebens
bewachten. (Genesis 3,23-24)" (zit. n.
www.museivaticani.va)
Diese zentrale
Erzählung der Schöpfungsgeschichte, die den ersten Ungehorsam des
Menschen gegenüber Gott beschreibt, als Adam und Eva die verbotene
Frucht vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse aßen, ist auch
Gegenstand unzähliger Darstellungen der Bildenden Kunst.
In den Namen der
Figuren des Dorfrichters • Adam
und • Eve (Eva), der Tochter •
Marthe Rulls, nimmt Kleist direkt
Bezug auf das dem
»biblischen
Schöpfungsbericht nach
»erste
Menschenpaar
(Adam und Eva), das von Gott nach dem so genannten
»Sündenfall aus dem Paradies vertrieben worden sein soll.
Auf diesen ersten ›Sündenfall‹ ist, so betont
Fülleborn (2004, S.94) ist "die ›Dreiecksgeschichte‹
Adam-Eve-Ruprecht (von Anfang an) zurückbezogen. Und alles, was in
dem Drama geschieht, findet gemäß Kleists
universalgeschichtlichem
Grundmythos diesseits des ›Paradieses‹ statt." In dieser Situation
entwickle sich vor allem das
Motiv der
zwischenmenschlichen Gewalt als eine Antwort auf die Frage nach
dem Ursprung des ›Bösen‹. Das
Böse, um das es im ›Zerbrochnen Krug‹ vor allem gehe, zeige sich in
aller Krassheit als ein frevelhaftes Verfügen über den andern, als
possessives Verhalten. Denn wenn sich eine kritikbedürftige, der
Wirklichkeit mit Besitzanspruch begegnende Einstellung, die man als
Besitzdenken kennzeichnen könne, am deutlichsten darin offenbare,
dass es Menschen, Dinge und Situationen für subjektive Zwecke
manipuliere, so liefere der Dorfrichter mit seiner Erpressung Eves
durch den gefälschten Gestellungsbefehl für Ruprecht nach Batavia
eines der besten Exempel hierfür.
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Gert Egle, zuletzt bearbeitet am:
07.08.2026
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