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Textproduktive Verfahren

Wiederherstellen und Vorwegnehmen

 
FAChbereich Deutsch
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Rekonstruieren und Antizipieren bei der produktiven Textarbeit
Das Wiederherstellen (Rekonstruieren) eines ursprünglichen Textes oder das Vorwegnehmen (Antizipieren) eines Textverlaufes stellen wichtige ▪ textproduktive Verfahren der ▪ produktiven Textarbeit dar.

Sie beruhen auf dem Erkennen von ▪ Textmustern und ▪ Textprozeduren sowie der an Prototypen gebundenen Erfahrungen, die zur Rekonstruktion unter Beachtung der Rahmenvorgaben des Musters Leerstellen (Slots) aufgefüllt werden können.

  1. Einen Text aus seinen Teilen selber zusammensetzen (z. B. ein in seine einzelnen Verse auseinander geschnittenes Gedicht - oder aus den alphabetisch aufgelisteten Wörtern ein eigenes Gedicht verfassen)

  2. Texte entflechten (z. B. ein Gedicht, das von der Lehrkraft aus zwei Gedichten zusammen gefügt worden ist)

  3. Versgliederung herstellen (wenn ein Gedicht wie Prosa geschrieben vorgelegt wird)

  4. Die syntaktische Struktur herstellen (bei einem Text, der mit veränderter Satzstellung vorgelegt wird - z. B. eine Gedichtstrophe von Hölderlin)

  5. Ausgelassene Wörter / Sätze einfügen

  6. Mit vorgegebenen Reimwörtern eines Gedichtes ein eigenes Gedicht machen

  7. Ein reimloses Akrostichon schreiben, z. B. zu FRIEDE, KRIEG, LIEBE, FREUDE, TRAUER  usw.

  8. Zu einem Titel oder zu Schlüsselwörtern einen eigenen Text abfassen

  9. Montage-Gedichte gestalten: aus vorliegenden Texten (z. B. Schlagzeilen, Kurzmeldungen, Anzeigen/Werbetexten, Fernsehsendungen  usw.) ein Gedicht aufbauen

  10. Den Schluss eines Textes selbst verfassen

  11. Während der Lektüre eines Textes an einer Stelle stoppen und eine Fortsetzung entwerfen

  12. Nach einer Fantasiereise ("Stell dir vor, du ...") dazu einen Text verfassen

(nach: PRAXIS DEUTSCH , Heft 123, 1994, S.24 verändert)


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Gert Egle, zuletzt bearbeitet am: 31.03.2021

 
 

 
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