teachSam- Arbeitsbereiche:
Arbeitstechniken - Deutsch - Geschichte - Politik - Pädagogik - PsychologieMedien - Methodik und Didaktik - Projekte - So navigiert man auf teachSam - So sucht man auf teachSam - teachSam braucht Werbung


deu.jpg (1524 Byte)

 

 

 

Argumente entfalten

Überblick

Den Hauptteil bei der Niederschrift einer freien Problem- und Sacherörterung gestalten

 
FAChbereich Deutsch
Glossar Schreibformen Schreibformen in der SchuleÜberblick Didaktische und methodische Aspekte Texte zusammenfassen Erörterndes Schreiben
Didaktische und methodische Aspekte Formen des erörternden Schreibens Quickie für Eilige Überblick Klassische Formen Überblick Freie Problem- und Sacherörterung Didaktische und methodische AspekteKompetenzen beim Erörtern Allgemeine Merkmale der Schreibform Erörterungstypen Überblick Grundtypen: Lineare und dialektische ErörterungÜberblick Lineare Erörterung Dialektische Erörterung Arbeitsschritte Arbeitsschritte beim produktorientierten Schreiben Quickie Überblick Zeitmanagement Betrachtung und Erschließung des Themas Stoffsammlung Stoffordnung Arbeitsgliederung Niederschrift  Überblick Einleitung Hauptteil Überblick ▪  Absatzgliederung Überleitungen [  Argumente entfalten Überblick◄ • Unterschiede des mündlichen und schriftlichen Argumentierens beachten Einzelne Argumentationen in Form von Argumentationsskizzen entwerfenDie Rolle von Beispielen ] Schluss Bausteine und Beispiele ▪ Arbeitsschritte beim kooperativen Schreiben Sprachliche GestaltungThemensammlung Musteraufsätze ▪ Bausteine FAQ'sSelbst- und Fremdbeurteilung ▪ Weitere Typen der freien Problem- und Sacherörterung Neuere FormenFreiere FormenTexterörterungLiterarische ErörterungSachtexte analysieren (Textanalyse) Texte interpretieren (Textinterpretation) ▪ Materialgestütztes SchreibenOffizielle Briefe schreibenErzählenBerichtenBeschreibenSchildern  Einen Essay schreibenKreativ schreibenSonstige schulische Schreibformen  Operatoren im Fach Deutsch

 

Argumente entfalten und gestalten

Bei der • Niederschrift der freien Problem- und Sacherörterung müssen die zuvor gesammelten und in eine überzeugende Reihenfolge gebrachten Gesichtspunkte zu Argumentationen "umgestaltet" werden. Diese betrifft im Grunde genommen alle Teile des Aufsatzes, also gleichermaßen die Einleitung, den ▪ Hauptteil und den ▪ Schluss des Aufsatzes.

Die Gesichtspunkte müssen dazu • argumentativ so • entfaltet werden, dass sie dem Schreibziel, den Leser von den eigenen Ansicht zu überzeugen, dienlich sind. Dazu gehört auch die entfalteten Argumente sprachlich-stilistisch schreibrollen- und textmustergemäß zu gestalten bzw. zu formulieren.

Dabei kann man in unterschiedlicher Art und Weise vorgehen. Wie man es macht, hängt in entscheidendem Maße von der jeweils gewählten und/oder bevorzugten ▪ Schreibstrategie ab, mit der man sich an das Abfassen der Niederschrift macht. Oft verbinden sie auch mehrere Strategien als "Vorgehenspläne beim Schreiben" (Becker-Mrotzek/Böttcher 2011, S. 30) miteinander. Das entspricht ohnehin eher dem, wie man gewöhnlich in der Praxis schreibt.

Die Art und Weise, wie jemand seine • freien Problem- und Sacherörterung schreibt, und die • Arbeitsschritte beim produktorientierten Schreiben, die er/sie dazu durchführt, hängen von vielen Faktoren ab. Das wird besonders beim Abfassen des Aufsatzes deutlich.

Manche folgen einfach ihrem "Gefühl", andere mühen sich von Satz zu Satz, schreiben Konzepte und versuchen, das, was sich in ihren Augen bzw. ihrer bisherigen Schreibpraxis als tauglich und mehr oder weniger gut erwiesen hat, zur Bewältigung der Schreibaufgabe einzusetzen. Manch einer macht sich schon einmal Gedanken über sein Schreiben (metakognitive Kompetenz), andere machen es "halt wie immer".

Einzelne Argumentationen in Form von Argumentationsskizzen entwerfen und strukturieren

Auch wenn das Abfassen des Aufsatzes wie ein Prozess erscheint, der die eigentliche Niederschrift wie "aus einem Guss" anfertigt, ist das Schreiben selbst, wenn man genauer hinsieht, doch deutlich komplexer. Dies schlägt sich schon in der relativen Vielfalt der unterschiedlichen ▪ Schreibstrategien nieder.

Zudem werden die drei Prozesse, die bei einem  ▪ Schreibprozess eine Rolle spielen, nämlich Planen, Formulieren und Überarbeiten (Hayes/Flower 1980) bei der Bewältigung einer Schreibaufgabe nicht in einem linearen phasenweisen Nacheinander sukzessiv abgearbeitet oder müssen so abgearbeitet werden. Stattdessen können und werden sie auf vielfältige Art und Weise aufeinander bezogen. (Rekursivität)  Sie können sich, z. B. miteinander vermischen, können nach Belieben und beliebig oft wiederholt werden und finden oft auch gleichzeitig statt. Dennoch sind es unterschiedliche Prozesse, die auch Verschiedenes zum Schreiben beitragen.

Dies ist auch der Grund, weshalb man im Rahmen des Arbeitsschritts der Niederschrift beim Schreiben seines Aufsatzes auch immer wieder innehalten und kurze Planungs-, Reflexions- und Überarbeitungs"pausen" einlegen kann , um bestimmte Probleme beim Schreiben zu lösen.

Dazu kann es auch gehören, dass man bestimmte Argumentationen, vielleicht weil sie besonders wichtig oder komplex sind, d. h. aus etlichen Bauteilen bestehen, noch einmal überdenkt und sie in • Form einer Argumentationsskizze entwirft, um sie möglichst überzeugend formulieren zu können. Zudem lassen sich bestimmte Textbausteine (z. B. Prozedurausdrücke) für das • Argumentieren überlegen und für die Formulierung auswählen, mit denen man bestimmte • Formen der Themenentfaltung (z. B. • beschreiben, • argumentieren, • erklären) aufbauen und sprachlich gestalten kann. Argumentationsskizzen können dabei sehr unterschiedlich gestaltet sein und müssen vor allem ihren Zweck erfüllen. Dieser besteht darin, aus Gedanken, Ideen und Aussagen (Propositionen) eine zusammenhängende und überzeugende Argumentation zu entwickeln, in der die verwendeten Aussagen eine bestimmte argumentative Funktion im Textzusammenhang übernehmen, also z. B. Rollen als These, Begründung (Argument i. e.), als Stützungen des Arguments (z. B. Beweis, Beispiel) oder als Schlussfolgerung aus dem Ganzen einnehmen (vgl. Allgemeines Argumentationsschema der erweiterten Argumentation, ▪ Syntax des Argumentierens)

Argumentationsstrukturen bei der Arbeitsgliederung berücksichtigen

Im Rahmen des hier vorgestellten • Fünf-Schritte-Modells bei • produktorientierten Schreibaufgaben, wie sie vor allem bei Leistungsaufgaben typisch sind, dient das ▪ Schritt-für-Schritt-Schreiben dazu, einige Aufgaben, die sich bei der Niederschrift stellen, schon bevor man zur schriftlichen Formulierung ansetzt, so vorzustrukturieren und vorzubereiten, dass die Bewältigung der Schreibaufgabe im Rahmen des vorgegebenen Zeitfensters gelingen kann.

Wer bei den der Niederschrift vorangehenden Arbeitsschritten seine Aufmerksamkeit von Anfang an auf die Themafrage(n) und die Argumentationen zum Thema mit ihren Komponenten wie Thesen, Argumente mit ihren verschiedenen Stützungen und Schlussfolgerungen richtet, hat die am Ende des Schreibprozesses stehende Formulierung des eigenen Aufsatzes so entlastet, dass, entsprechende Kompetenzen und Wissen vorausgesetzt, einer erfolgreichen Bewältigung der Schreibaufgabe nicht mehr allzu viel entgegenstehen dürfte.

Wer also z. B. seine • Stoffsammlung und • Stoffordnung so anlegt, das Thesen, Argumente und Beispiele dabei identifiziert werden, hat eine wichtige Vorarbeit geleistet. Und wem es gelingt, bei der Erarbeitung einer • Arbeitsgliederung der • Gliederungskonzeption, zumindest in Teilen, dem • Argumentationsmodell zu folgen, hat natürlich schon eine solide Grundlage geschaffen.

Gert Egle, zuletzt bearbeitet am: 04.01.2024

     
 

 
ARBEITSTECHNIKEN und mehr
Arbeits- und Zeitmanagement Kreative Arbeitstechniken Teamarbeit ▪ Portfolio ● Arbeit mit Bildern  Arbeit mit Texten Arbeit mit Film und VideoMündliche Kommunikation Visualisieren PräsentationArbeitstechniken für das Internet Sonstige digitale Arbeitstechniken 

 
  Creative Commons Lizenzvertrag Dieses Werk ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International License (CC-BY-SA)
Dies gilt für alle Inhalte, sofern sie nicht von
externen Quellen eingebunden werden oder anderweitig gekennzeichnet sind. Autor: Gert Egle/www.teachsam.de
-
CC-Lizenz