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Überblicksinformation

Überblick

 
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Häufig gestellte Fragen (FAQ's)

Alles im Blick: Die Überblicksinformation am Beginn der strukturierten Textwiedergabe
Die Überblicksinformation steht am Beginn der strukturierten Textwiedergabe. Sie informiert den Leser in aller Kürze über das Wesentliche des Textes. Sie umfasst, sofern möglich, dabei:
  1. den sogenannten Basissatz, der Auskunft über den Autor/ die Autorin, den Titel, Erscheinungsort und Erscheinungsdatum des Textes, die Textart/Textsorte, den Kurzinhalt, das Thema und ggf. die Kernaussage(n) gibt.
    Nicht immer lassen sich dabei allerdings der Kurzinhalt und Thema gut voneinander abheben.

  2. (sofern verfügbar) weitergehende Informationen über den Verfasser/die Verfasserin ( z. B.  Beruf / gesellschaftlicher Status, geistige / politische / weltanschauliche Orientierungen und Haltungen soweit für Textverständnis nötig bzw. wünschenswert).
    Mitunter werden zu den Texten Informationen zum Autor bzw. der Autorin hinzugefügt (Autornotiz), die an dieser Stelle ausgewertet werden müssen. Mitunter ist der Autor aber auch so prominent, dass man Informationen aus seinem eigenen Vorwissen (Weltwissen) heranziehen kann.

  3. Informationen ggf. auch plausible Annahmen über den konkreten Schreibanlass für die Abfassung des Textes.
    Oft enthält der Text selbst Angaben dazu oder man kann aus seinem Vorwissen (Weltwissen) darauf schließen.

  4. Angaben zum situativen und / oder historisch-sozialen bzw. gesellschaftlichen Kontext der Textentstehung (Zeitumstände individueller und gesellschaftlicher Natur).
    Häufig sind z. B. die Texte als Beiträge zu einer bestimmten gesellschaftlichen Diskussion über ein bestimmtes Thema zu verstehen. Hinweise darauf geben häufig die bibliographischen Angaben am Anfang oder am Ende des Textes, die darüber informieren, wann und wo der Text erschienen ist. Vorsicht: Das Datum der Veröffentlichung eines Textes ist nicht selten ganz verschieden vom Datum der Textentstehung. Dadurch kann auch ein bestimmtes Spannungsverhältnis ausgedrückt sein.

  5. Angaben ggf. auch plausible Annahmen über den Adressat(enkreis) bzw. Zielgruppe für die Ausführungen.
    Sie ergeben sich oft aus dem Erscheinungsort des Textes. Ist der Text z. B. in einer gängigen Frauenzeitschrift erschienen, lässt sich, wenn man das Presseprodukt kennt, darüber sagen. Ebenso ist dies bei einem Artikel aus dem Spiegel oder der Zeit der Fall, die sich an die politisch interessierte Öffentlichkeit richten.

Wenn es sich bei dem Text um einen Auszug aus einem größeren Text handelt, muss darüber hinaus eine kurze Einordnung des Textes in den Gesamttext erfolgen. Diese könnte - wenn sehr kurz gehalten - im Rahmen des Basissatzes oder sonst wohl am besten nach der Autorinformation eingefügt werden.

Den Text auswerten und die Elemente der Überblicksinformation erfassen

Um die Überblicksinformation vollständig zu gestalten, müssen zunächst einmal alle in Frage kommenden Informationen, die der Primärtext (Text, der Gegenstand der Schreibaufgabe ist) erfasst werden und ggf. Ergänzungen zu den Aspekten notiert werden, die nicht explizit im Text stehen.


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Als hilfreiches Mittel hat sich dabei ein ▪ Mind Map erwiesen, das man sich für diesen Teil der Textarbeit aufzeichnen kann und ggf. auch sukzessiv, im Lauf der weiteren Textanalyse ergänzen kann.

Beispiel für eine gelungene Überblicksinformationen

Der Kommentar "Gnade bringt keine Punkte" von Frank Spehring, erschienen am 24.05.04 im "Nordwest-Anzeiger",  befasst sich mit den Wirkungen von so genannten Ego-Shooter-Spielen. Dabei wird die neueste Entwicklung in diesem Bereich anhand des Computerspiels Manhunt aufgezeigt, das von vielen als das brutalste Spiel aller Zeiten bezeichnet wird. Zugleich zeigt der Autor in Ansätzen Lösungsmöglichkeiten beim Umgang mit derartigen Spielen auf. Mit seinem Beitrag greift der Autor in eine seit dem Amoklauf von Erfurt 2002 immer wieder aufflammende Diskussion ein. Seine Ausführungen richtet der Autor, der sich von Berufs wegen mit dem Jugendschutz in diesem Bereich befasst und sich als freier Journalist mit dem Thema in Rundfunk und Fernsehen zu Wort gemeldet hat, an die Leser und Leserinnen der Zeitung und damit an die interessierte Öffentlichkeit. (130 Wörter)

Basissatz

Gert Egle. zuletzt bearbeitet am: 07.10.2019

 
 

 
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