Das •
szenische Interpretieren von
Dramentexten gehört heute zu den Standardmethoden des •
handlungs-
und produktionsorientierten Literaturunterrichts (HPU), der vor allem seit Mitte der 1980er Jahre bis
zur Jahrtausendwende •
den
literaturdidaktischen Diskurs in Deutschland bestimmt hat. Dieser setzt seinen Hauptakzent auf Aspekte, die zur ▪
literarästhetischen Produktionskompetenz
gehören, ohne dass seine Methoden diese vollständig erreichen. (vgl.
Kepser/Abraham
42016, S.81)
Der methodische
Ansatz ist dadurch gekennzeichnet, dass er "ein besseres Verstehen
literarischer Texte durch Zugänge anstrebt, die ihrerseits
literarästhetische Mittel nutzen." (Heiser
2024, S.16 Je nachdem, ob das szenische Interpretieren
didaktisch als Schreibaufgabe konzipiert ist oder als szenisch
realisierte Darstellung ist es als ▪ produktive
Textarbeit bzw.▪ literarisches Rollenspiel
eher dem ▪
produktionsorientierten
Ansatz oder ▪
theater- bzw. spielorientierten Ansätzen zuzuordnen. Als
produkt- oder
prozessorientierte
▪
Schreibaufgabe strebt der Ansatz "ein besseres Verstehen
literarischer Texte durch Zugänge an[...], die ihrerseits
literarästhetische Mittel nutzen." (Heiser
2024, S.16)
Die in diesem
teachSam-Arbeitsbereich zusammengestellten Methoden und Techniken zur szenischen
Erarbeitung von •
dramatischen Texten entstammen verschiedenen theoretischen Konzepten.

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Waldmann
(52008, S.117-133) hat in Anlehnung an
Scheller (1993)
eine • Liste von Methoden zusammengestellt, die "durchweg ohne Vorkenntnisse
und praktische Erfahrungen im szenischen und darstellenden Spiel" umgesetzt
werden können. (ebd.,
S. 120).
Dramendidaktisch lassen sich diese Methoden im Allgemeinen ▪
produktions- und/oder
▪ theater- bzw. spielorientierten Ansätzen zuordnen.
Die Zusammenstellung Waldmanns greift auf die von
Scheller
(1999) im Rahmen seines Konzepts der
▪
szenischen
Interpretation vorgestellten Methoden zurück (vgl. auch
Scheller
22008,, S.62-64), die allerdings über die im
• Literaturunterricht
intendierten Ziele weiterreichende personale und intrapersonale
Wirkungsabsichten verfolgen.
Der Begriff der szenischen Interpretation
wird aber durchaus auch ohne diese konzeptuelle Bedeutung Schellers
im Sinne szenischen Interpretierens und szenischen Erarbeitens
dramatischer Texte verwendet.
Im Zusammenhang mit dem hier vorgestellten
▪
Methodenrepertoire zur
szenischen Erarbeitung von Dramentexten wird auf diese und
andere Quellen Bezug genommen. Dabei werden aber auch einige Ergänzungen
hinzugefügt.