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teachSam YouTube-Playlist: Heinrich von Kleist "Der
zerbrochne Krug"
Der
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Zehnte Auftritt (•
Text) in
▪ Heinrich von Kleist (1777-1811) •
Komödie • ›Der zerbrochne
Krug‹ kann in die nachfolgenden drei Abschnitte gegliedert
werden.
-
Verzögerungs- und Ablenkungsversuche Adams
-
Adam will während der
eingetretenen Prozesspause, die Klageparteien aus dem Gerichtssaal
auf den Flur davor verweisen, wird aber von •
Walter daran gehindert.
-
Als •
Walter ihn bittet, ihm in der Pause ein Glas Wein anzubieten,
lässt •
Adam von seinen •
Mägden alles auftischen, was er
anbieten kann (z. B. Wein, Käse und Gans), was zwar von dem
Gerichtsrat, der diesen Aufwand nicht will (stattdessen nur Brot und
Salz),abgelehnt, von Adam aber dennoch angeordnet wird. Auf seine
weiteren verbalen Anbiederungsversuche reagiert •
Walter nicht.
-
Walter befragt Adam zu seiner Kopfverletzung und dem Verlust der
Perücke
-
Walter will von •
Adam wissen, wie und wann er sich
die beiden Kopfverletzungen zugezogen hat. Adam berichtet ihm, dass
dies beim frühmorgendlichen Aufstehen aus dem Bett geschehen sei,
bei dem er ausgerutscht, zuerst mit dem Kopf am Ofen und dann auf
dem Boden aufgeschlagen sei.
Walter scherzt, seine Kratzer überall sähen aus, als hätte sie
ihm eine Frau zugefügt.
-
Während •
Adam und •
Walter Wein trinken und dazu Käse essen, führt der Gerichtsrat
seine Befragung •
Adams fort und will nun wissen,
wie er seine Perücke verloren habe. Adam
erklärt ihm, dass sie am Abend zuvor durch ein Missgeschick beim
Lesen von einer Kerze in Brand gesetzt und verbrannt sei.
-
Adam schenkt wieder ein und nimmt
wortlos zur Kenntnis, dass •
Walter die Befürchtung äußert, die Wahrheit werde im Prozess
nicht ans Licht kommen. Dennoch werde man den Täter, wenn es doch
Lebrecht gewesen sein solle, früher oder später an seinen
Verletzungen doch noch identifizieren.
-
Walter überprüft die bisherigen Angaben zum Tathergang von
Marthe und Ruprecht
-
Walter lässt sich von Marthe Rull die örtlichen Bedingungen für
die angebliche Flucht des Täters schildern, will von ihr die
Fensterhöhe wissen und erhält von ihr weitere Informationen darüber,
dass das Springen aus dem knapp einen halben Meter hohe Fenster
durch ein Spalier, an dem ein Weinstock ranke, erschwert werde.
-
Während •
Adam und •
Walter weiter dem Wein zusprechen, den •
Adam immer wieder einschenkt, will
der Gerichtsrat von •
Ruprecht hören, wie oft er den vermeintlich flüchtigen Täter bei
seiner Flucht am Kopf getroffen habe. Adam
will ihn mit einer Art Trinkspruch ablenken, hört aber dann von •
Ruprecht, dass er den Flüchtenden zweimal mit der Türklinke am
Kopf getroffen habe. Erkennen habe er ihn, erklärt •
Ruprecht auf Nachfrage •
Walters, in der Dunkelheit aber nicht, weil der Flüchtende ihm
Sand in die Augen geworfen habe.
-
Und auch •
Adam, dem •
Walter entgegen seiner Beteuerung unterstellt, öfters mal bei •
Marthe Rull, der Witwe seines
verstorbenen Freundes, zu Besuch zu sein, soll dem Gerichtsrat dann
noch Auskunft darüber geben, ob außer •
Ruprecht noch andere Personen bei •
Marthe Rull ein- und ausgingen.
Adam sei, so erklärt sie,
jedenfalls vor neun Wochen zum letzten Mal zu Besuch gewesen und
sonst habe er nur im Vorübergehen sie und ihre Tochter am Fenster
gegrüßt.
Walter zweifelt im Anschluss daran, dass •
Adam mit der Sache etwas zu tun
hat, will aber doch noch in Erfahrung bringen, ob ihm •
Eve nicht hin und wieder zur Hand
gehe, wie auch heute, als er sie wegen seiner erkrankten Hühner zu
Rate gezogen habe. Als • Marthe Rull
dies bestätigt, aber zugleich erklärt, dass •
Adam sich deshalb noch nicht bei
einem Besuch bedankt habe, ist •
Walter verwirrt und sagt ihr, dass der Dorfrichter in absehbarer
Zeit schon noch kommen werde. Marthe
Rull bezweifelt dies mit dem Argument, dass es eben nichts gebe,
was ihn in das Haus einer armen Witwe wie sie locken könnte und •
Walter zeigt sich darüber beruhigt.
Gert Egle, zuletzt bearbeitet am:
07.08.2026
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