Von ▪ Heinrich von Kleist (1777-1811)
sind zwei Fassungen des 12. Auftritts seines Lustspiels •
Der zerbrochne Krug überliefert: Die
Version der Urfassung seiner Handschrift (1807/1808), die er selbst
noch "Variant"
genannt hat und die •
überarbeitete Version des 12. Auftritts, die er noch zu
Lebzeiten für die 1811 veröffentlichte Buchfassung des Stücks
angefertigt hat.
Vergleichen Sie die beiden Fassungen miteinander.
- Arbeiten Sie dabei die äußerlichen und inhaltlichen
Unterschiede heraus.
- Welche unterschiedliche Wirkung haben die beiden Fassungen?
- Der Grund für die Überarbeitung sind die Erfahrungen, die
Kleist mit der Uraufführung des Stücks im Jahr 1808 gemacht.
Informieren Sie sich darüber •
anhand verschiedener zeitgenössischer Quellen und fassen Sie
das Ergebnis Ihrer Analyse zusammen.
Der mit nur sieben
Versen äußerst kurze ▪ 13.
Auftritt schließt das ▪
Drama
• »Der zerbrochne Krug« •
Heinrich von Kleists (1777-1811) ab. Im •
12. Auftritt gibt •
Gerichtsrat Walter die •
Anweisung
den flüchtigen Dorfrichter Adam
zurückzuholen. Mit dieser Anweisung und mit dem kurzen 13. Auftritt
endet die Komödie.
Gestalten Sie den
12. Auftritt dadurch um, dass Sie den Dorfrichter, der wie von
Walter gewünscht, zurückgeholt worden ist, wieder auftreten lassen.
-
Wie müsste der
Text, um die Einheit der Zeit weiter einzuhalten, umgebaut
werden bzw. ergänzt werden?
-
Überlegen Sie,
was der Dorfrichter nach seiner Rückkehr erwartet. Setzen Sie
diese Erwartungen mit den Mitteln des
Beiseite-Sprechens und Anweisungen zu seinem Verhalten im
Nebentext
um.