Die Analyse des •
Zweiten Auftritts (•
Text) kann sich auch auf seine Bedeutung im Rahmen der •
Exposition beziehen und damit auf die Frage konzentrieren, welche
Informationen über Vorgeschichte, Gegenwart und Zukunft der
dramatischen Handlung der Zuschauer dabei erhält.
Im
Rahmen einer •
allgemeinen Expositionsanalyse kann diese Arbeit weitere
Szenen umfassen, die zur Exposition in diesem Drama gezählt werden
können.
Bei der Analyse der
Exposition können unterschiedliche
•
Gegenstandsbereiche und /oder die bei einem •
plurimedialen
Verständnis des Textes zur Informationsvergabe eingesetzten
•
Codes und Kanäle herangezogen werden.
Dabei kann die expositorische Informationsvergabe auch im
Zusammenhang mit der
komischen
Gestaltung der Szene analysiert werden.
Ausgangspunkt für
die Analyse des Komischen im •
Zweiten Auftritt (•
Text) in
▪ Heinrich von Kleist (1777-1811) •
Komödie • ›Der zerbrochne
Krug‹ könnte eine Reflexion über den Alltagsgebrauch des
Wortes komisch sein.
Hierzu kann auf den
Baustein: •
Was ist eigentlich komisch?
- Den Sprachgebrauch reflektieren zurückgegriffen
werden.
Über die
Erarbeitung eines Überblicks über die wichtigsten • Theorien des Komischen
kann ein vertiefter Zugang zu der Begriffstrias •
Komik-Komisches-Komödie
über die Analyse der nachfolgenden Texte erfolgen.
Erweitert
werden kann die Bearbeitung des theoretischen Aspekts der
Betrachtung auf einem höheren Niveau auch durch den Einbezug
der Konzeption der •
Komödie und
des Komischen von
Michail Bachtin.
Zugang über die
szenische Lesung
Einen guten Zugang, um sich mit dem Komischen im •
Zweiten Auftritt (•
Text) zu beschäftigen,
stellt in diesem Fall die
sprechgestaltende Interpretation in den verschiedenen Rollen im
Rahmen einer •
szenischen Lesung dar.
-
Verteilen Sie
dazu die fünf Rollen (Bedienter, Adam, Licht, die beiden Mägde
Liese und Margarete (Grete).
Das •
szenische Lesen des
Textes kann dann ad hoc durch die ausgewählten Schüler*innen vor
dem Plenum erfolgen.
Im Anschluss teilen
zunächst die Zuhörer*innen mit, was Ihnen dadurch aufgefallen ist
und ob sie und was sie ggf. komisch/lustig empfunden haben. (Peer-Feedback)
Alternativ lässt
sich die szenische Lesung auch in mehreren Gruppen organisieren. Die
Mitglieder geben im Anschluss den jeweils anderen darüber Auskunft,
wie sie die Situation erlebt und ob sie von ihrer Rolle heraus
betrachtet, die Situation oder bestimmte Ereignisse als komisch
"erlebt" haben.
Als weitere
Alternative wäre eine Aufteilung in die Abfolge bestimmter Repliken
innerhalb der Szene möglich, die in Form einer szenischen Lesung von
den jeweiligen Gruppen auf ihre komische Wirkung hin untersucht
werden könnten. Möglich wäre dies z. B. entlang der inhaltlichen
Gliederung des Textes, die zuvor erarbeitet werden könnte.
Im anschließenden
Plenum werden die Ergebnisse dann untereinander ausgetauscht. (Peer-Feedback)
Soll die Szene als
Beispiel für die Gestaltung und die Funktion des Komischen im
gesamten Drama untersucht werden, können weitere komische Szenen
Gegenstand szenischer Lesungen werden (•
Die Komik und ihre Funktionen
analysieren)
Die
• Buchillustrationen, die
»Adolph von Menzel (1815-1905)
für die 1877 herausgegebene
Buchausgabe zu •
Heinrich von Kleists (1777-1811)
Drama »Der
zerbrochne Krug« gestaltet hat, können unter verschiedenen
Aspekten beschrieben, analysiert und interpretiert werden. Stets
können Sie aber einen Zugang zur Analyse und Interpretation des von
ihnen repräsentierten Auftritts darstellen.
Als Leitfragen zur Bildanalyse können z.
B. die folgenden Fragen dienen:
-
Beschreiben Sie die
Darstellung.
-
Wie ist das Bild
aufgebaut (Vorder-, Mittel- und Hintergrund)?
-
Welche Situation aus
dem Dramentext ist dargestellt?
-
Welche Elemente
gehören zur dargestellten Situation? Welche Funktion haben sie?
-
Worauf legt der
Künstler bei seiner Darstellung besonderen Wert?
Die eigentliche Beschreibung und Analyse
der Darstellung kann, je nach ihrer didaktischen Funktion, dabei auf
unterschiedlichen Kompetenzniveaus und mit unterschiedlichen
Erwartungen verbunden.