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Strukturierte Textwiedergabe: Häufig gestellte Fragen

Darf man etwas aus der Textvorlage wörtlich übernehmen?

 
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Der Anspruch: In eigenen Worten wiedergeben

Auf der einen Seite gilt ganz allgemein: Bei der ▪ strukturierten Textwiedergabe muss man sich von den Formulierungen der Vorlage lösen und eine eigenständige sprachliche Gestaltung nachweisen.  (vgl. FAQ: ▪ Welche sprachlich-stilistische Form muss ich beachten?)

Das ist der Anspruch.

Das hat natürlich auch seinen Grund: Wer einen Sachverhalt in eigenen Worten wiedergeben kann, hat ihn meist besser verstanden als derjenige, der in nur paraphrasiert.

Unter diesem Aspekt lautet die Antwort also: Nein. Sie dürfen den Text bzw. Formulierungen nicht wörtlich übernehmen. 

Die Wirklichkeit: Man kann den Text nicht neu erfinden

Auf der anderen Seite muss man freilich einräumen: Manche Sachverhalte lassen sich einfach nicht ohne Verwendung der Formulierungen wiedergeben.

Klar, denn

  • Fachausdrücke, spezielle Wendungen

  • ironische Bemerkungen

  • bildhafte Vergleiche u. ä.

  • Begriffe, die einem speziellen Jargon, einem Dialekt u. ä. angehören

lassen sich beim besten Willen nicht ohne Weiteres in eigene Formulierungen "ummodeln", ohne dass der Sinn dieser Äußerungen entstellt wird.

Was man aber tunlichst vermeiden sollte, ist längere Formulierungen in Wortlaut, Satzbau und Stil wiederzugeben, indem man sie z. B. in den Konjunktiv bei der indirekten Wiedergabe setzt. Das wäre nämlich dann eine Paraphrase und erfüllt den Anspruch der strukturierten Textwiedergabe, Inhalt, Aufbau und Gedankenführung wiederzugeben und zu beschreiben nicht.

So bleibt die Antwort insgesamt vielleicht nicht ganz befriedigend: Wenn schon Paraphrasen bei der strukturierten Textwiedergabe verwendet werden, dann sollten sie sehr beschränkt sein und nicht Textpassagen betreffen, in denen Thesen und Argumente den Gedankengang ausmachen. Wird dagegen etwas beschrieben oder erklärt, kann man schon mal zur Paraphrase greifen.

Aber, aufgepasst: Zitate

Wer im Rahmen seiner strukturierten Textwiedergabe eine bestimmte Formulierung des Ausgangstextes, etwa weil sie etwas in besonderer Weise zum Ausdruck bringt oder eine sprachliche Neuschöpfung (Neologismus) des Autors bzw. der Autorin des Textes darstellt, wörtlich zitieren will, muss die ▪ Regeln beim Zitieren beachten.

Wer wörtlich zitiert, 

  • muss die wörtliche Übernahme zwischen Anführungszeichen setzen und

  • muss die Fundstelle des Begriffes oder der Formulierung angeben 

Bei der strukturierten Textwiedergabe reicht zur Angabe der Fundstelle die Angabe der Zeilennummer in Klammern hinter dem zitierten Wort.

Ist der Text nicht durchnummeriert, kann dies auch entfallen. Besser ist indessen, die Zeilennummerierung selbst noch vorzunehmen, damit das Zitat belegt werden kann.

Gert Egle. zuletzt bearbeitet am: 10.10.2019

 
 

 
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