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Kippbilder

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PSYCHOLOGIE

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Mit Umspring- bzw. Kippbilder lassen sich bestimmte Prozesse bei der visuellen Wahrnehmung, aber auch bei anderen Sinnesmodalitäten zeigen.

Dass uns solche Mehrdeutigkeiten im Alltag nicht mehr zu schaffen machen, liegt daran, dass wir sie durch den Kontext, die Umgebung, in der sie sich befinden, meistens eindeutig identifizieren können. Diese Umgebung beeinflusst damit natürlich auch die Wahrnehmung. Denn, wird einem Betrachter  der Rubin'schen Abbildung sprachlich mitgeteilt, es handle sich um zwei gegeneinander gerichtete Gesichts-Profile, wird er daher zunächst seine Wahrnehmung an dieser Wahrnehmungshypothese (perzeptuelle Strukturierung) orientieren. Wird ihm dagegen gesagt, es handele sich um eine schwarze Vase vor weißem Hintergrund, dann wird er seine Wahrnehmung so strukturieren, dass er nach Anhaltspunkten sucht, die diese Wahrnehmungshypothese bestätigen können.

Hinter alledem steht nichts anderes als das noch weitgehend ungelöste ▪ Bindungsproblem, die Frage also, wie aus der Vielzahl gleichzeitig verfügbarer neuronaler Impulse diejenigen ausgewählt und zusammengefasst werden, "die sich als konstitutiv für ein kohärentes Perzept erweisen können." (Singer 1997, S. 44)

Kipp- bzw. Vexierbilder zeigen, wie unser Gehirn auf unterschiedliche Art und Weise ein kohärentes Objekt bei der Wahrnehmung bildet

Die so genannten Kippbilder - das Plattencover der Band »Santana oben ist ein solches - zeigen, dass die Entstehung einer kohärenten Repräsentation eines Objektes im Gehirn bzw. Bewusstsein davon abhängt, "komplexe Anordnungen von Merkmalen zu distinkten, perzeptuellen Objekten zu gruppieren." (ebd., S. 42)
Die Konsequenzen daraus sind nicht minder bedeutsam, besagen sie doch,

Einer Theorie zufolge schaltet das Gehirn bei Ermüdung bzw. Sättigungserscheinungen auf einen alternativen Wahrnehmungsprozess um und widmet sich der Erkennung des anderen Bildes.

Ein anderer Erklärungsansatz geht davon aus, dass jeder Betrachter einem bestimmten Erwartungsdruck ausgesetzt ist, beide Alternativen erkennen zu wollen (vgl. [Ro85:103ff.]). In diesem Fall sucht der Betrachter förmlich nach der anderen Bedeutung, wobei das Wahrnehmungsbild durch die wechselnden Gedächtnisassoziationen verändert wird.

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Gert Egle, zuletzt bearbeitet am: 13.02.2021

 
 

 
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