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Ausgleichsakte

Billigung


FAChbereich Deutsch
Glossar Literatur Linguistik (Sprachwissenschaft)
RechtschreibungGrammatik / Syntax Semantik Pragmatik ▪ Überblick Sprechen als Handeln Überblick Handlungsarten Sprechen als kommunikatives Handeln Komponenten von Sprachhandlungen Sprechakte ÜberblickDidaktische und methodische Aspekte Teilakte eines Sprechaktes Notwendige Bedingungen für das Gelingen von Sprechakten Regeln für den Vollzug von Sprechakten Sprechakttypen ÜberblickKlassen von Sprechakten (Searle)  Partnerorientierte und sprecherorientierte Sprechakte (Engel) Überblick Partnerorientierte Sprechakte Überblick Mitteilungsakte [ Ausgleichsakte Überblick Dank Entschuldigung Aufhebung Billigung GratulationKondolation ] Personen festlegende Sprechakte Sprecherorientierte Sprechakte  Indirekte Sprechakte Bausteine Bausteine Kommunikation Soziolinguistik Textlinguistik Gesprächsanalyse Schreibformen Rhetorik Filmanalyse Operatoren im Fach Deutsch
 

▪ Sprechen als Handeln
  Überblick
 
Handlungsarten
 Sprechen als kommunikatives Handeln

Beim ▪ Ausgleichsakt der Billigung stimmt der/die Sprecherin* einer vorangegangen Äußerung zu, mit der ein bestimmtes Verhalten des/der Partnerin* angekündigt wird.

Der Billigung kann als Voräußerung eine Anrede, ein Versprechen, ein Vorschlag oder eine Ankündigung vorangehen.

Für das Billigen stehen kaum ▪ explizit-performative Formeln zur Verfügung.

Zustimmung und Billigung unterscheiden sich

Die Zustimmung, die sich bei einer Billigung ausdrückt, ist freilich von einer anderen Art als die, welche den gleichlautenden Ausgleichsakt der ▪ Zustimmung kennzeichnet. Denn wer etwas billigt, will das Verhalten des/der Partnerin* ausdrücklich beeinflussen.

Außerdem bezieht sich beim Billigen die Äußerung, die zuvor gemacht worden ist, auf ein Partnerverhalten und schließlich kommen bei der Billigung andere, spezielle Ausdrucksformen zum Einsatz, die bei der ▪ Zustimmung nicht existieren.

Ohne billigende Zustimmung bleibt eine psycho-soziale Spannung zwischen Sprecher*in und Partnerin*

Wenn eine Ankündigung, die ein/e Sprecherin* macht, keine billigende oder ablehnende Reaktion bei dem/der Partnerin* auslöst, hängt die Ankündigung quasi wie eine rhetorische Frage in der Luft, wie das folgende Beispiel verdeutlicht:

  • (Voräußerung): Wir könnten doch ins Kino gehen.

Reagiert der/die Partnerin* nicht darauf, könnte der/die Sprecherin* dies als Desinteresse deuten, in jedem Falle bliebe aber eine Spannung zwischen den beiden bestehen, die erst dann aufgehoben wird, wenn der/die Partnerin* darauf z. B. folgendermaßen antwortet:

  • (Billigung): Ja bitte!  – Ja, super! – Ja, cool!

Zugleich zeigt sich bei diesen möglichen Antworten, wie nahe Zustimmung und Billigung beieinander liegen.

Viele Billigungsakte enthalten die Partikel bitte oder bitteschön. Es kommen aber auch andere Formen vor, wie z. B. bitte sehr, (aber) ich bitte dich oder ich bitte darum

(vgl. Engel 31996, S.44f., 22009, S.41)

Verschiedene Beispiele

  • (Voräußerung Angebot): Ich möchte dir damit keine Mühe machen. - Aber, ich bitte dich.

  • (Voräußerung Angebot): Ich könnte auch schneller fahren. - Ich bitte darum.

  • (Voräußerung Anrede): Herr Müller? - Ja bitte!

  • (Voräußerung Versprechen): Am Wochenende gehen wir ins Kino. - Ja, super!

  • (Voräußerung Vorschlag:) Ich suche schon mal einen Platz aus. - In Ordnung.

▪ Sprechen als Handeln
  Überblick
 
Handlungsarten
 Sprechen als kommunikatives Handeln

Gert Egle, zuletzt bearbeitet am: 31.12.2020

 
 

 
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