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Glossar

Fachbegriffe für den Deutschunterricht

A B C D E F G - I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

 
Haltbarkeit
Hamburger Verständlichkeitsansatz
Handeln
Handlung

Handlungen (Epik)
Handlung, äußere
Handlung, innere
Handlungsbegleitendes Sprechen
Handlungsdrama
Handlungsgrund
Handlungsraum
Handlungswissen
Handout
Handschrift des Künstlers

Haptische Kommunikation
Haupthandlung
Hauptthese

Haupttext 
Hauptwort 
Headline

Hebung
 
Hendiadyoin
Hermeneutik 
Hermeneutische Methoden 
Hermeneutischer Essentialismus 
Hermeneutischer Nihilismus
 
Hermeneutischer Zirkel
Hexameter

High-Involvement-Anzeige
Hilfsverb
Historisches Präsens 
Historisch-sozialer Kontext 
Homilektik
Homilie
Hörer-Feedback
Horizont 
Horizontverschmelzung 
Horizontwandel 
Horrorgeschichte
Humilitas
Hyperonym
Hyponym
Hyponymie
Hypotaktischer Stil

Hypotaxe

 
     
  Haltbarkeit
in der Argumentationstheorie Kategorie zur Bezeichnung der Qualität von Thesen/ Konklusionen/Argumenten; 1) Thesen (Konklusionen) mit einer deskriptiven Aussage (auf Sachverhalte bezogene Aussagen, die wahr oder falsch sein können) sind dann haltbar, wenn die Voraussetzungen (Prämissen), auf denen sie beruhen wahr sind. 2) Thesen (Konklusionen) mit einer normativen Aussage (moralische, ethische, politische usw. Forderung), die ein Sollen beschreiben, werden von den Menschen mit unterschiedlichen Wertvorstellungen für unterschiedlich akzeptabel gehalten; sie sind ums so mehr haltbar, je wahrscheinlicher ist, dass die bei Anwendung der Norm behauptete (positive/negative) Folge auch eintritt (vgl. Bayer 1999, S.232, 234, 237) - vgl. Argument, Argumentation, Argumentationstheorie, deskriptive Aussage, normative Aussage, Relevanz
 
 
Hamburger Verständlichkeitsansatz
in den siebziger Jahren von Reinhard Tausch, Friedemann Schulz von Thun und Ingard Langer im Rahmen eines (kommunikations-)psychologischen Forschungsprojektes empirisch entwickeltes Konzept zur Verbesserung von Texten unter dem Blickwinkel ihrer Verständlichkeit; Entwicklung von vier als wesentlich angesehenen Verständlichmachern: Einfachheit, Gliederung, Kürze, zusätzliche Stimulanz - vgl. Verständlichkeit, Textverständlichkeit
     
  Handeln
zielgerichtetes aktives Verhalten, das zwar oft individuell vollzogen wird (die Türe abschließen, Blumen gießen...), meistens aber einen unmittelbaren sozialen Bezug hat hat, da es unter bestimmten sozialen Rahmenbedingungen auf einen oder mehrere Partner gerichtet ist (vgl. Heinemann 2002, S.2) - vgl. Interaktion, Sprachhandeln, Sprachhandlung
 
 
Handlung
1.) allgemein: a) (bewusst ausgeführte) Tat b) Abfolge zusammenhängender Ereignisse und Vorgänge, die in der Dichtung das Grundgerüst des Dargestellten bilden; in der Dramenanalyse von Pfister (1977, S. 268f.) ist Handlung stets Teil einer Geschichte und hat wie diese eine dreigliedrige Struktur von Ausgangssituation, Veränderungsversuch und veränderter Situation; im Unterschied zum Geschehen erfolgt bei der Handlung die Situationsveränderung durch intentionales Handeln - vgl. Geschehen,
 
Handlungen (im epischen Text)
explizite Erzählerinformation zur Figurencharakterisierung in Form der Darstellung von Handlungen einer Figur
Beispiel: Antonia wartete in dem Restaurant auf ihren Freund. Sie bestellte sich einen Kaffee und blickte zur Tür.

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Handlung, äußere
Unter der äußeren Handlung versteht man im Gegensatz zur inneren Handlung das von außen beobachtbare Geschehen, die von außen wahrnehmbaren Handlungen einer Person oder Figur.
 
Handlung, innere
Unter der inneren Handlung versteht man im Gegensatz zur äußeren Handlung, die nicht von außen wahrnehmbaren Gedanken und Gefühle einer Person oder Figur.
     
  Handlungsbegleitendes Sprechen
Im Gegensatz zum thematischen Sprechen jene sprechsprachlichen Äußerungen, in denen kein bestimmtes Thema sprachlich konstitutiert wird; z. B. knappe Instruktionen oder Aus- und Zurufe bei manueller Interaktion wie Achtung! -  Vorsicht! - Ruhe bewahren! - Etwas langsamer bitte! - Ich kann nicht mehr! (vgl. Brinker/Sager 1989, S.10) - vgl. Sprechen, thematisches Sprechen
 
     
  Handlungsdrama
Bezeichnung für ein dramatisches Werk, dessen Handlungsverlauf vor allem auf willentlich (intentional) herbeigeführte Situationsveränderungen (Handlungen) von Figuren zurückzuführen ist; im Ggs. dazu Charakterdrama, dessen Handlungsverlauf auf vorgegebenen Anlagen dramatischer Figuren beruhen - vgl. Charakterdrama, Handlung
 
     
  Handlungsgrund
- vgl. Realgrund, Erkenntnisgrund,
 

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Handlungsraum
Raumtyp der Raumgestaltung im epischen Text: Raum (Sphäre), in dem sich Figuren der Geschichte "bewegen"; steht in einem direkten Bezug zu den handelnden Figuren; charakterisiert Einstellungen und Verhalten der handelnden Figuren; Raumelemente sind "wirklich";
 
Handlungswissen
außersprachliche Wissensbestände, die uns zur Deutung von bestimmten Abläufen und Ereignissen zur Verfügung stehen oder die Voraussetzungen für das eigene Handeln sind (prozessual orientiertes Wissen) (vgl. Nussbaumer/Linke/Portmann) - vgl. Textarbeit, Textverstehen; praktisches Wissen, prozedurales Wissen, Können,
 
Handout
Bezeichnung für ein bei einem Kurzvortrag/Referat oder einer Präsentation ausgegebenes Printmedium (Texte, Bilder), das frei gestaltet werden kann. - vgl. Thesenpapier, Paper
     
  Handschrift des Künstlers
in der Kunstwissenschaft verwendetet Begriff zur Kennzeichnung der im Werk eines Künstlers zum Ausdruck gelangenden eigentümlichen technischen und vor allem formalen Besonderheiten; in der Handschrift des Künstlers fließen Zeittypisches, die technischen Möglichkeiten und der besondere Ausdruck eines Künstlers zusammen; sie ist z. B. trotz seiner Zugehörigkeit zu einer bestimmten Schule eine individuelle Modifikation (vgl. Lexikon der Kunst, 1991, S. 122)
 
     
  Haptische Kommunikation
auch: taktile Kommunikation, Form der nonverbalen Kommunikation durch Berührungen und Körperkontakt; von Kultur zu Kultur sehr unterschiedlich mit unterschiedlich ausgeprägten öffentlichen und privaten, tabuisierten Körperzonen - vgl. nonverbale Kommunikation
 
     
  Haupthandlung
Strukturbegriff der Dramenanalyse; quantitativ und/oder funktional dominierende Handlung bzw. Handlungssequenz, der von einer oder mehreren graduell abgestuften Nebenhandlungen neue Entwicklungsimpulse zugetragen werden oder die durch Korrespondenz- oder Kontrastbezüge in Nebenhandlungen verdeutlicht oder relativiert werden; Sonderfall: mehrere Haupthandlungen, dann wechselseitige Funktionalisierung; - vgl. Pfister 1977, S.286f.) - vgl. Nebenhandlung, Handlung
 
     
  Hauptthese
auch: Spitzenformulierung; in der Argumentationstheorie Bezeichnung für die zentrale Konklusion einer komplex und hierarchisch angelegten Argumentation; sie steht in der Hierarchie der Thesen am höchsten und ihr lassen sich die übrigen Thesen und Argumente zu- bzw. unterordnen; obwohl logisch gesehen erst aus den Argumenten folgend steht sie oft schon am Anfang eines Textes oder wird am Beginn eines Gesprächs formuliert - vgl. Bayer 1999, S.448 - vgl. Argument, Argumentation, Argumentationstheorie, Spitzenformulierung
 
 
Haupttext
dramatische Rede als Textschicht des dramatischen Textes, die bei der Inszenierung gesprochen wird; im Gegensatz dazu Nebentext: Dramentitel, Epigraphe, Widmungsschriften, Vorwörter, Personenverzeichnis, Akt- und Szenenmarkierungen, Bühnenanweisungen zur Szenerie und zum Verhalten einer Figur; Unterscheidung von Haupt- und Nebentext geht auf Roman Ingarden zurück und wurde von Manfred Pfister (1977, S.35f.) wieder aufgegriffen - vgl. Nebentext, Drama, dramatische Rede
 
Hauptsatz
1. unter dem Aspekt der Satzverbindung der einem anderen Satz übergeordnete Satz, der auch selbständig stehen kann 2. Bezeichnung für jeden einfachen, nicht komplexen Satz (vgl. Engel 1996, S.180) - vgl. Satz, Nebensatz, Satzverbindungen, komplexer Satz
 
Hauptwort
vgl. Nomen
     
  Headline
1) in journalistischen Darstellungsformen auch Schlagzeile 2) in der Werbeanzeige sprachlicher Textteil, der entweder als eigenständig oder mit dem Fließtext zusammen als Makrotext aufgefasst werden kann - vgl. Schlagzeile, Werbeanzeige, Fließtext
 
     
  Hebung
in der dt. Verslehre (Metrik) Bezeichnung für die betonte Silbe (Gegenteil: Senkung - vgl. Anapäst, DaktylusJambusMetrum, Takt, Taktart, Trochäus, Vers, Versfuß, Versmaß,
 
 
Hermeneutik
(Derzeit nur Platzhalter!) - vgl. hermeneutische Methoden, hermeneutischer Zirkel
 
Hermeneutische Methoden
(Derzeit nur Platzhalter!) - vgl. Hermeneutik, hermeneutischer Zirkel, antihermeneutische Methoden
 
Hermeneutischer Essentialismus
Hermeneutische Theorie, die im Anschluss an die Äußerungen von Sokrates in Platons Dialog "Ion" ausgeht, dass man zwischen den Worten und dem Sinn eines literarischen Werkes unterscheiden muss; fortgesetzt in der an Dilthey angelehnte Psychologie der Einfühlung, die glaubt den Sinn eines Textes nur dann verstehen zu können, wenn man ermitteln kann, was der Autor gemeint hat - vgl. Japp 1995, S.583f.) - vgl. Hermeneutik, hermeneutischer Nihilismus
 
Hermeneutischer Nihilismus
derzeit nur Platzhalter! 
 
Hermeneutischer Zirkel
Vorstellung der hermeneutischen Theorie der Auslegung (Wilhelm Dilthey, 1833-1911), wonach das Einzelne nur aus dem Ganzen heraus verstehbar wird, das Ganze auf der anderen Seite aber auch aus dem Einzelnen entsteht. Die Berücksichtigung dieses Wechselverhältnis führt die Erkenntnis in einer einer aufwärts gerichteten Spiralbewegung oder in einer dialektischen Wechselwirkung dem Ziel der Erkenntnis näher. In der Literaturwissenschaft Auffassung, wonach zum Verstehen eines Werkes die Verschmelzung von gegenwärtigem Horizont des Lesers und des historischen Horizonts des "Werkes" nötig ist. Indem der Leser beim Verstehen eines literarischen Textes immer wieder von der Erkenntnis der Teile zum Ganzen oder von Annahmen über das Ganze zu den Erkenntnissen der Teile gelangt, bewegt sich sein Weg zur Erkenntnis (Interpretation) in Form des hermeneutischen Zirkels. Dabei stellt die Dialektik von Frage und Antwort stets die Grundfigur jedes hermeneutischen Vorganges dar. vgl. Hermeneutik, hermeneutische MethodenInterpretation
     
  Hendiadyoin
rhetorische Figur; ein Begriff wird durch zwei gleichwertige, mit »und« verbundene Wörter (meistens Substantive, Nomen) ausgedrückt statt diesen in seiner logisch richtigeren syntaktischen Unterordnung ( z. B. Substantiv + Adjektiv- oder Genitivattribut) zu verwenden; in der rhetorisch geprägten Literatur seit der Antike sehr populär
Beispiele: natura pudorque (= Natur und Scham) für »natürliche Scham«;
 
     
  Hexameter
Versmaß. das aus sechs Daktylen besteht; dabei können die ersten vier durch Spondeen oder Trochäen ersetzt werden; der letzte Trochäus katalektisch (= trochäisch) ist; Versform der Homerischen Epen (Ilias, Odyssee); in deutscher Dichtung meist durch den Alexandrinervers ersetzt; in der deutschen Verslehre Hexameter sechshebiger Vers ohne Eingangssenkung mit ein- oder zweisilbiger Binnensenkung und weiblicher Kadenz (xxx entspricht gr. Daktylus; xx dem gr. Trochäus)
Beispiele: Pfingsten, das liebliche Fest, war gekommen; es grünten und blühen - vgl. Pentameter
Feld und Wald; auf Hügeln und Höhn, in Büschen und Hecken
Übten ein fröhliches Lied die neuermunterten Vögel
(Goethe, Reineke Fuchs)
 
     
  High-Involvement-Anzeige
Begriff aus der Werbeforschung; Werbeanzeige, bei der sprachliche Textelemente bei der Gestaltung der Werbebotschaft dominieren, Bilder (Visual) eine untergeordnete Rolle spielen; Zielgruppe: die eher aktiv ist und die Werbung auch zu Informationszwecken nutzen möchte. - vgl. Low-Involvement-Anzeige, Visual, Werbeanzeige
 
 
Hilfsverb
Verwendung uneinheitlich; häufig verwendet für die perfekt- und passivbildenden "Nebenverben", die andere Verben benötigen, um Tempusformen usw. zu bilden; manchmal einschließlich Modalverben - vgl. Heringer 1989, S.16; Engel 1996, S.391) - vgl. Verb, Auxiliarverb, Modalverb
Beispiele: haben, sein, werden, bekommen, kriegen, erhalten, gehören
 
Historisches Präsens
In epischen Texten kann das Präsens verwendet werden als Erzähltempus. Es dient dann nicht zur Darstellung von Gegenwart oder zeitlosen Sachverhalten. In seiner Funktion als Erzähltempus kann es als Wirklichkeitsbericht über ein vergangenes Geschehen oder quasi als Ersatz für das epische Präteritum fungieren.
 
Historisch-sozialer Kontext
allgemeine Bezeichnung für den historischen Bedingungen der Entstehung, Wirkung oder Rezeption sprachlicher Äußerungen; Einbeziehung der gesellschaftlichen und sozialen Aspekte; Lebensumstände, politische und/oder soziale Verhältnisse, die die Bedeutung der schriftlichen oder mündlichen sprachlichen Äußerung mitbestimmen- vgl. Kontext
     
  »Homilektik
Theorie und Geschichte der Predigt - vgl. Predigt, Predigt, Homilie, Sermon, Themapredigt, Kunsthomilie,
 
      
  Homilie
eine den pragmatischen Texten (Gebrauchstexten) zuzuordnende Textsorte; geistliche Form, die didaktischer Gebrauchstext der Verkündigung der christlichen Lehre dient (Predigt); eine eher einfachere, nicht so durchgestaltete und eher volkstümlich ausgerichtete Rede (Bibelauslegung) im Ggs. zum Sermon (Themapredigt) und der so genannten Kunsthomilie, die Textauslegung und Themapredigt miteinander verbindet; - vgl.  Gebrauchstexte, didaktische Gebrauchstexte,
 
     
  Hörer-Feedback
(auc: back-channel-behavior oder Rückmeldeverhalten); Bezeichnung für die Gesamtheit der Aktivitäten des Hörers in einem Gespräch, die zur Koordinierung des Gesprächsablaufs, zur Signalisierung der Hörer-Aufmerksamkeit und zur Kommentierung von Sprecheräußerungen in einem Gespräch eingesetzt werden - vgl. Gesprächsanalyse, Kontaktsignal (Hörer)
 
 
Horizont
Gesamtheit lebensweltlicher Erfahrungen (Horizont), über die ein Individuum kognitiv und emotional verfügt
 
Horizontverschmelzung
1. in der philosophischen Hermeneutik Hans Georg Gadamers Bezeichnung für die produktive Überwindung des Zeitabstandes (hermeneutische Differenz) zwischen dem jeweils gegenwärtigen Leser und dem überlieferten Text; damit Grundstruktur jeden historischen Verstehens 2. in der rezeptionsgeschichtlich orientierten Rezeptionsästhetik von Hans Robert Jauß die aus Vorkenntnissen, Vor-Urteilen, Weltwissen usw. in den Lektürevorgang eingebrachten Dispositionen, die beim Lesen  mit dem Horizont der Textwelt verschmelzen; - vgl. Rezeptionsästhetik, Erwartungshorizont,
 
Horizontwandel
in der literarischen Rezeptionstheorie Bezeichnung für den Wandel der Gesamtheit literarischer und lebensweltlicher Erfahrungen (Horizont) der aus dem Erkennen der ästhetischen Distanz bzw. eines Abstandes zwischen einem gegebenen Erwartungshorizont und einem neuen literarischen Werk resultiert - vgl. Erwartungshorizont, Horizontverschmelzung
 
Horrorgeschichte
(derzeit nur Platzhalter!) - vgl. »Horrorliteratur, »Horrorfilm
     
  Humilitas
auch: Bescheidenheit;
 

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Hyperbel
starke Übertreibung; offensichtlich unglaubwürdig; meistens wird ein Gegenstand in nicht angemessener Weise vergrößert oder verkleinert
Beispiele: todmüde - ein Meer von Tränen - Sie hat einen Mund wie ein Scheunentor -
     
  Hyperonym
Oberbegriff - vgl. Hyponymie, Hyponym,
 
     
  Hyponym
Unterbegriff - vgl. Hyponymie, Hyperonym,
 
     
  Hyponymie
auch: Subordination; in der Linguistik Bezeichnung für die semantisch-begriffliche Unterordnung von »Sememen (semantischen Einheiten als Bündel von Merkmalen); häufig als Art-Gattung-Relation dargestellt in der Beziehung zwischen untergeordneten Sememen (Hyponymen, Unterbegriffen) und übergeordneten Sememen (Hyperonymen, Oberbegriffen) - vgl. Hyponym, Hyperonym
 
 
Hypotaktischer Stil
Form der sprachlichen Darstellung, in der meist weit umspannende Satzgefüge (Hypotaxen) dominieren - vgl. Hypotaxe, parataktischer Stil, Satzverbindungen, Stil
Beispiel: Er zeigte mir alle Gewächse dieser Art, besonders den peruvianus, welcher wirklich eine prachtvolle Pflanze geworden war, er verbreitete sich über die Behandlung dieser Gewächse während des Winters, sagte, dass mancher schon im Hornung blüht, dass nicht alle eine gewisse Kälte vertragen, sondern in der wärmeren Abteilung des Hauses stehen müssen, besonders verlangen dieses viele Cereusarten, und er ging dann auf die Einrichtung des Hauses selbst über, und hob es als eine Vorzüglichkeit heraus, dass der Herr für jene Stellen, an denen die Gläser übereinander liegen, ein so treffliches Bindemittel gefunden habe, durch welches das Hereinziehen des Wassers an den übereinander gelegten Stellen des Glases unmöglich sei, und das diesen Pflanzen so nachteilige Herabfallen von Wassertropfen vermieden werde. (Adalbert Stifter, Der Nachsommer)
 
Hypotaxe
auch: Satzgefüge (Hauptsatz-Nebensatz); Form der Satzverbindung; unselbständige Sätze werden in einen anderen Satz eingebettet und auf diese Weise mit ihm verbunden - vgl. hypotaktischer Stil, Parataxe
Beispiel: Weil das letzte Spiel verloren wurde, spielt heute eine ganz andere Mannschaft auf, wenn der Anpfiff erfolgt.

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A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

     

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