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Glossar

Fachbegriffe für den Deutschunterricht

 

 

 

A B C D E F G H I J K - M N O P Q R S T U V W X Y Z  

 

 

 

Langer Webquest
Lanzeitgedächtnis
Lasswell-Formel

latching
Latente Erzählerfigur
Lautmalerische Wörter 
Lautschrift
Layout
Lead-Stil 
Lebendigkeit
leere Konfiguration
Leerformel 
Leerstelle 
Legathenie
Legende 
Lehre von den drei Einheiten
Lehrer-Schüler-Schreibkonferenz
Leistungsaufgabe
Leistungsraum
Leistungsraumsetting
Leitartikel
Leitmotiv 
Lernaufgabe
Lernaufgabe, illustrierende
Lernen, telekooperatives
Lernendes Schreiben
Lernraum
Lernraumsetting
Lernstrategische Orientierung
Lernstrategische Orientierung (Schreibdidaktik)
Lerntagebuch
Leseausgabe 
Lesehaltung
Lesekompetenz
Lesekompetenzstufen
Lesen
Lesen, diagonales 
Lesen, didaktisches  
Lesen, emotionales 
Lesen, evasorisches 
Lesen, informatives
Lesen, intensives
 
Lesen, interpretierendes
Lesen, kreatives
Lesen, kritisches
Lesen, kursorisches 
Lesen, lexikalisches
Lesen, punktuelles 
Lesen, segmentales
Lesen, sequenzielles 
Lesen, sinnentnehmendes
Lesen, statarisches
Lesen, textnahes
Lesen, triviales 
Leser 
Leser, empirischer 
Leser, fiktiver 

Leser, idealer 
Leser, impliziter

Leser, intendierter 
Leserantizipation
Leserbrief 
Leserbrief, freier
kommentierender Leserbrief, kommentierender
Leserbrief, textbezogener kommentierender
Leserbrief, textgebundener
Leserbrief, textungebundener
Leserforschung 
Leserführung
Leseroute, lexikalische
Leseroute, segmentale
Leserschaftsforschung
Lesestörung
Lesetechnik
Lese- und Rechtschreibstörung
Lexikalische Definition 
Lexikalische Kurzformen
Lexikalisches Lesen
Lexikalische Leseroute
Lexikon
Liebesdichtung
Lied
Ligatur
Lineares Erzählen
Lineare Stichwortliste
Literale Kompetenzen
Literale Produktionskompetenz
Literale Rezeptionskompetenz
Literale Routine
Literale Schriftkompetenz
Literale Textkompetenz
Literalität

Literarästhetische Produktionskompetenz
Literarästhetische Rezeptionskompetenz
Literarische Kompetenz

Literarischer Aufsatz 
Literarische Charakteristik
Literarische Erörterung
Literarische Gattung Literarische Gebrauchsformen

Literarische Inhaltsangabe

Literarische Schreibdidaktik
Literarische Zweckform
Literarischer Text

Literarisches Rollenspiel 
Literarisches Schreiben
Literarisches Thema 
Literarizität
Literatur, parabolische
Literatur, verfilmte 
Literaturgattung 
Literaturverzeichnis 
Litotes

Logo
Logographie
Logographischer Schrifttyp
Lokalsatz
Lokutiver Akt
Longcopy
Long Term WebQuest
Low-interest-Produkt

Low-Involvement-Anzeige
Lyrisches Ich

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Langer Webquest
auch: Long Term WebQuest; Aufgaben im Rahmen eines Webquests, die über einen längeren Zeitraum (eine Woche oder mehrere Wochen) hinweg gelöst werden sollen; zielen vor allem auf die Erweiterung und die Vertiefung von Wissen; am Ende eines solchen WebQuests sollte dabei eine Präsentation der Ergebnisse stehen. - vgl. Webquest, kurzer Webquest,

Langzeitgedächtnis
eines der drei Hauptsysteme des Gedächtnisses; Speicher, in dem Informationen über lange Zeiträume (über Jahre) hinweg aufbewahrt werden (vgl. A. Baddeley 1986, S.15); Informationen gelangen über die beiden Filter sensorisches Gedächtnis und Kurzzeitgedächtnis in das Langzeitgedächtnis - vgl. Gedächtnis, sensorisches Gedächtnis, Kurzzeitgedächtnis, Arbeitsgedächtnis, Buffer,

 
Lasswell-Formel
Von Harold D. Lasswell (1902-1978), einem der Väter der modernen Kommunikationsforschung 1948 entwickelte "Formel" zur Beschreibung von Kommunikationsprozessen im Allgemeinen und der Massenkommunikation im Besonderen: Who says What in Which Channel to Whom with What Effect (Was sagt - wer - zu wem - in welchem Kanal - zu wem - mit welchem Effekt). Kommunikation als einseitiger Vorgang vom Sender zum Empfänger bei gleichzeitiger Annahme einer Mehrstufigkeit der Kommunikation - vgl. Kommunikation, Massenkommunikation,
 
latching
vgl. Verschleifung
 
Latente Erzählerfigur
engl. covert narrator; Bezeichnung für eine verschleierte und damit weitgehend personal unkenntlich gemachte  Erzählerfigur auf der Ebene der Narration, der Darstellungsebene - vgl. covert narrator, manifeste Erzählerfigur, overt narrator
 
Lautmalerische Wörter
auch: onomatopoetische Wörter (=gr. onomatopoia = mit Namen versehen); (phonetisch motivierte) Wörter oder Ausdrücke, die Geräusche der außersprachlichen Wirklichkeit nachahmen
Beispiele: miau, wauwau, kuckuck, kikeriki

»Lautschrift
auch: Segmentalschrift, phonetische (Um-)Schrift; transkribiert die gesprochene Sprache in ein anderes Zeichensystem; Typen: a) alphabetische Lautschrift transkribiert mit schon im Zeicheninventar des lateinischen und griechischen Alphabetes vorhandene Zeichen u. a. dadurch, dass sie diese Zeichen auf den Kopf stellt oder rotiert, verwendet dabei Ligaturen und »diakritrische Zeichen bzw. Diakritika, (z. B. im deutschen Alphabet die Umlautpunkte bei ä, ö oder ü)  b) analphabetische Lautschrift entwickelt neue Zeichensymbole, die bestimmte Elemente der Artikulation direkt symbolisieren sollen - vgl. Schrift, alphabetische Schrift, Buchstabenschrift,

 
Layout
Begriff zur Bezeichnung des gesamten Erscheinungsbildes Text-Bild-Ton-Kombinationen als Ganzes wie z. B.  bei Printprodukten wie Zeitungen und Zeitschriften oder Printwerbung, aber auch bei TV-Werbespots oder Internetseiten als Ganzes; dazu gehören im Printbereich z. B. Makro-Elemente, wie etwa der Satzspiegel, die Anordnung von Text und Bildern, die Größe und Position von Bildern, die typographischen Merkmale des Textes wie etwa Schriftart und Schriftgröße, verwendete Farben und Schmuckelemente (vgl. Köhler 2002, S.11f.); Begriff konkurriert mit dem Begriff Design, der ähnliche Begriffsinhalte umfasst, gewöhnlich allerdings in einem noch umfassenderen Sinn verwendet wird   - vgl. Typografie, Leserführung,
 
Lead-Stil
Stilform journalistischer Darstellungsformen; Lead = Anfangssatz der vielleicht aus zwei oder drei Sätzen bestehende Beginn einer Meldung;  soll Aufmerksamkeit des Lesers wecken und zum Weiterlesen ermuntern.  - vgl. journalistische Darstellungsformen
 
Lebendigkeit
in der Konsumentenforschung und Bildkommunikation verwendeter Begriff, der das Ausmaß der Klarheit oder Deutlichkeit beschreibt, mit der ein inneres Bild vor dem inneren Auge eines Betrachters steht; Grad der L. abhängig von früher aufgenommenen und gespeicherten Bildern; lebendig sind vor allem assoziationsreiche, gestaltfeste und eigenständige Bilder, die sich deutlich von anderen abheben; Messungsmethode: Befragungen, Bilderskalen (vgl. Kroeber-Riel/Weinberg 1999, S.344f.) - vgl. Konsumentenforschung, inneres Bild
 
Leere Konfiguration
auch: Null-Konfiguration; Begriff aus der Dramentheorie und Dramaturgie: Zeitablauf auf der Bühne, währenddessen keine einzige Figur des Personals auf der Bühne präsent ist; kommt gelegentlich im klassischen Drama als Augenblick der leeren Bühne vor, im modernen Drama auch längere zeitliche Dauer - vgl. Konfiguration, Konfigurationswechsel, Ensemble-Konfiguration
 
Leerformel
allgemein Bezeichnung für nichtssagende, inhaltlose, formelhafte Äußerungen; nach Ernst Topitsch (1971) drei verschiedene Arten: pseudoempirische Leerformeln, pseudonormative Leerformeln und Zirkelschlüsse
 
 
Leerstelle
Begriff aus der Rezeptions- bzw. Wirkungsästhetik Wolfgang Isers; als Variante des Unbestimmtheitskonzeptes Bezeichnung für eine Stelle in einem Text, die von ihrer Bedeutung her gesehen zwar unbestimmt bleibt, bei der Lektüre aber eine Kombinationsnotwendigkeit erzeugt; als "bedeutsames Fehlen von etwas" (Titzmann 1997) stellt eine Leerstelle Textelemente dar, die aufeinander beziehbar sind, ohne dass die Art oder der Inhalt dieser Beziehung offenkundig bzw. im Text selbst formuliert sind - vgl. Rezeption, Rezeptionsästhetik, Wirkungsästhetik, Unbestimmtheitsstelle

Legasthenie
vgl. Lese- und Rechtschreibstörung

 
Legende
1. Darstellung einer sehr vorbildhaften Lebensgeschichte ( oder einzelner Episoden aus dieser Lebensgeschichte; ursprgl. das "Vorzulesende" aus den Lebensbeschreibungen von Heiligen 2. Unterschriften bei Bildern in Printmedien; Zeichenerklärungen auf Landkarten und bei Diagrammen
 
Lehre von den drei Einheiten
auch: Einheitenlehre, Drei-Einheiten-Lehre; im Idealfall die Gestaltung eines Dramas der geschlossenen Form, bei dem die szenischen Handlungselemente einer einzigen Handlung ohne weitere Handlungsstränge (Einheit der Handlung) in einer lückenlosen zeitlichen Abfolge (Einheit der Zeit) und am selben Ort/Schauplatz (Einheit des Orts) miteinander verknüpft sind - vgl. Drama, Drama der geschlossenen Form, Einheit der Handlung, Einheit der Zeit, Einheit des Orts, Ort, Schauplatz,
 
Lehrer-Schüler-Schreibkonferenz
(auch: teacher-student writing conference) im Ggs. zu dem auf schrittweisem kooperativem Schreiben (Interactive writing) beruhenden schreibdidaktischen Konzept der Schreibkonferenz (writing conference) eine an »Thomas Gordons (1918-2002) Modell zur Konfliktlösung im Alltag (»Gordon-Modell) orientierte Form einer förderlichen Begleitung von Schreibprozessen; Besprechung (Lehrer-Schüler-Schreibkonferenz) auf der Grundlage von Zielen, auf die sich Lehrperson und Schüler  vorab verständigt haben: gemeinsames Abgleichen der gegenseitigen Erwartungen, gemeinsame Reflexion des bis dahin erreichten Standes bei der Bewältigung komplexer Schreibaufgaben, Schließen verbindlicher (Ziel-)Vereinbarungen über den weiteren  Lernprozess, Arbeits- oder →Schreibprozess - vgl. Schreibkonferenz, schrittweise kooperatives Schreiben, kooperatives Schreiben, Schreibprozess,

Leistungsaufgabe
1. Leistungsaufgaben werden im besonderen Setting des Leistungsraums erbracht; 2. in der Schreibdidaktik zeichnen sich Leistungsaufgaben durch bestimmte Qualitätsmerkmale und Funktionen aus.

Sie

  • werden in einem individuellen, produktorientierten Schreibprozess bewältigt

  • überprüfen die individuelle Lernentwicklung

  • überprüfen, inwieweit Kompetenzen, Fähigkeiten und Fertigkeiten in einem individuellen Lernprozess erreicht werden

  • gehen aus unterrichtlichen Lehr-/Lernprozessen hervor

  • verlangen den Transfer der erworbenen Fähigkeiten und des neu erworbenen Wissens in einen neuen Kontext

  • folgen in der Regel einer zuvor erprobten Schreibstrategie

  • können vorlagengebundene, kontextgebundene oder freie Schreibaufgaben sein

  • machen ihr jeweiliges Anspruchsniveau transparent

  • operationalisieren mit geeigneten Operatoren das Schreibziel

  • geben hinreichende Informationen über den Handlungszusammenhang (Vorgaben), in dem das Schreiben seine problemlösende und kommunikative Funktion hat

  • konzipieren dem Gegenstand, dem Schreibziel und dem Textmuster gemäße Schreib- bzw. Arbeitsaufträge

  • machen im Allgemeinen Angaben (Vorgaben) zum Textmuster (= textmusterorientiertes Schreiben)

- vgl. Lernaufgabe, Übungsaufgabe

Leistungsraum
im Ggs. zum Lernraum, das Setting, in dem erworbene Kompetenzen und Fähigkeiten mit Leistungsaufgaben überprüft und beurteilt werden - vgl. Lernraum, Setting, Leistungsaufgabe, Leistungsraumsetting,

Leistungsraumsetting
- vgl. Leistungsraum, Lernraumsetting, Übungsraumsetting

 
»Leitartikel
eine den pragmatischen Texten (Gebrauchstexten) zuzuordnende Textsorte; publizístischer Gebrauchstext zählt der zu den meinungsbildenden, kommentierenden journalistischen Darstellungsformen der Presse; erfüllt in unterschiedlicher Kombination und in jeweils verschiedenem Umfang informative, didaktische, persuasive und appellative Aufgaben, indem er über Vorgänge, Ereignisse und deren Hintergründe informiert, seine Leser aufklären und belehren, ermahnen oder zu bestimmten Handlungen auffordern will;  meist an herausragender, immer gleichen Stelle in Zeitungen, manchmal auch auf der ersten Zeitungsseite angebracht; nach Dovifat (1967, S.138-143) kann man vier verschiedene Formen des Leitartikels unterscheiden: a) kämpfende Leitartikel b) stellungnehmende und begründende Leitartikel c) vor- und zurückschauende Leitartikel d) betrachtende Leitartikel; hat je nach Persönlichkeit des "Leitartiklers", seiner Sachkenntnis, Erfahrung, persönliche Integrität einen unterschiedlich hoch bewerteten Rang vgl. publizístischer Gebrauchstext
 
Leitmotiv
einprägsame Aussage, im selben oder ihn einem ähnlichen Wortlaut, die auf eine Figur, eine Situation, eine Gefühl oder eine Stimmungslage, einem ideellen oder materiellen Gegenstand bezogen ist; zur Verdeutlichung häufig mit rhythmischen oder klanglichen Mitteln (z.B. Alliteration, Reim) versehen; mehrfaches Auftreten des L. schafft Gliederungen und Akzentuierungen, trägt zur Textkohärenz durch Vorausdeutungen und Rückverweise bei - vgl. Motiv

Lernaufgabe
1. Aufgabe, die dazu dient, Kompetenzen oder Teilkompetenzen bzw. bestimmte Fähigkeiten zu erwerben; 2. in der Schreibdidaktik: Lernaufgaben als Schreibaufgaben:

  • zielen darauf, bestimmte Teilkompetenzen bzw. Fähigkeiten zu entwickeln

  • sollen dabei helfen, das zu erwerben, was in Leistungsaufgaben später geprüft wird, d. h. Leistungsaufgaben können nicht ohne vorangegangene Lernaufgaben gestellt werden

  • stehen in einer engen Beziehung zu dem jeweiligen "Zieltyp des Lernens" (Köster 2008, S.5)

  • beginnen in der Regel einen bestimmten Lernprozess

  • bauen aufeinander auf

  • differenzieren das Anspruchsniveau der Aufgabe mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden

  • führen bei dem an bestimmten Textmuster orientiertem Schreiben in das geforderte Textmuster und die neue dafür vorgesehene Schreibaufgabe ein

  • organisieren den Prozess zur Bewältigung der Schreibaufgabe im Allgemeinen in einem schrittweisen Vorgehen

- vgl. Leistungsaufgabe, Übungsaufgabe

Lernaufgabe, illustrierende
- vgl. Illustrierende Lernaufgabe

Lernen, telekooperatives
vgl. Telekooperatives Lernen

 
Lernendes Schreiben
nach Pohl/Steinhoff (2010a, S.20) auch Lernerschreiben genannt; im Unterschied zum epistemischen Schreiben Berücksichtung der intentionalen und der unbewussten auf das Schreiben gerichteten Prozesse, mit denen ein Schreiber beim Schreiben neue Erkenntnisse gewinnt, ohne dass dies von einem umfangreichen deklarativen Wissen, einem hohen Bewusstseinsgrad und hoher Reflexionsfähigkeit abhängt - vgl. Schreibentwicklung, epistemisches Schreiben,

Lernraum
im Ggs. zum Leistungsraum, das Setting (Lernraumsetting), in dem Kompetenzen und Fähigkeiten erworben, Lernaufgaben und ggf. auch Übungsaufgaben bewältigt werden; im Lernraum sind Fehler üblich und, wenn sie als Anstöße zur weiteren Lernentwicklung, dienen durchaus auch "erwünscht" (vgl. Leisen 2018a)   - vgl. Leistungsraum, Setting, Lernraumsetting, Übungsraum,

Lernraumsetting
in der Schreibdidaktik das Setting, in dem Kompetenzen und Fähigkeiten erworben, Lernaufgaben (und - wenn kein spezielles Übungsraumsetting geschaffen wird - auch Übungsaufgaben bewältigt werden; im Lernraum sind Fehler üblich und, wenn sie als Anstöße zur weiteren Lernentwicklung, dienen durchaus auch "erwünscht" (vgl. u. a. Leisen 2018a)  - vgl. Leistungsraum, Setting, Lernraumsetting, Übungsraumsetting,

Lernstrategische Orientierungen
nach Lehtinen (1994, S.156f.) drei Prototypen, zwischen denen Übergänge existieren und die sich auch noch weiter abstufen lassen; a) problem- und aufgabenbezogene Orientierung b) soziale Abhängigkeitsorientierung c) Ich-bezogene Orientierung

Lernstrategische Orientierungen (Schreibdidaktik)
die besondere Ausprägung lernstrategischer Orientierungen auf der Grundlage der drei Prototypen a) problem- und aufgabenbezogene Orientierung b) soziale Abhängigkeitsorientierung c) Ich-bezogene Orientierung hat Baurmann (2002/2008, S, 76) für die Schreibdidaktik dargestellt

 
»Lerntagebuch
Lerntagebücher sollten wie andere Formen des reflexiven Schreibens nur mit Bedacht eingesetzt werden und insbesondere andere Formen der Reflexion nicht dauerhaft ersetzen (vgl. Winter 2006, S.268) - vgl. reflexives Schreiben, Tagebuch, Arbeitsjournal, Arbeitstagebuch,
 
Leseausgabe
Form der Herausgabe von Texten; nur Textabdruck ohne wissenschaftlichen Anspruch und Verzicht auf weitere Erläuterungen, gelegentlich enthalten: Vor- bzw. Nachwort des Herausgebers - vgl. historisch-kritische Ausgabe, kritische Ausgabe, Studienausgabe
 
Lesehaltungen
Einstellungen und Art der Zuwendung, die ein Leser bei der Lektüre einem Text gegenüber einnimmt Formen: didaktisches Lesen, emotionales Lesen, evasorisches Lesen, informatives Lesen, interpretierendes Lesen, kreatives Lesen, kritisches Lesen, triviales Lesen
 
Lesekompetenz
 - vgl. Lesekompetenzstufen, kontinuierlicher Text, diskontinuierlicher Text, reading literacy
 
»Lesekompetenzstufen
 - vgl. Lesekompetenz, kontinuierlicher Text, diskontinuierlicher Text,
 
Lesen
1. individuelle, verstehende Rezeption Gedankengängen, die schriftlich fixiert sind, in der Regel durch das Auge (aber auch: Blindenschrift!); 2. grundlegende Kulturtechnik, die im Allgemeinen mit dem Beginn des Schulunterrichts gelernt wird - vgl. Lesehaltungen, Lesetechnik, Leseverfahren, Lesekompetenz, segmentales Lesen, lexikalisches Lesen
 
Lesen, diagonales
vgl. Diagonales Lesen
 
Lesen, didaktisches
vgl. didaktisches Lesen
 
Lesen, emotionales
vgl. Emotionales Lesen
 
Lesen, evasorisches
vgl. Evasorisches Lesen
 
Lesen, informatives
vgl. Informatives Lesen
 
Lesen, intensives
vgl. Intensives Lesen
 
Lesen, interpretierendes
vgl. Interpretierendes Lesen
 
Lesen, kreatives
vgl. Kreatives Lesen
 
Lesen, kritisches
vgl. Kritisches Lesen
 
Lesen, kursorisches
vgl. Kursorisches Lesen

Lesen, lexikalisches
vgl. Lexikalisches Lesen

 
Lesen, punktuelles
vgl. Punktuelles Lesen

Lesen, segmentales
vgl. Segmentales Lesen

 
Lesen, sequenzielles
vgl. Sequenzielles Lesen

Lesen, sinnentnehmendes
vgl. Sinnentnehmendes Lesen

 
Lesen, statarisches
vgl. Statarisches Lesen
 
Lesen, textnahes
vgl. Textnahes Lesen
 
Lesen, triviales
vgl. Triviales Lesen
 
Leser
Rezipient von schriftlichen Texten; in der Rezeptionstheorie je nach Ansatz verschiedene, allerdings nicht einheitlich verwendete Terminologie - vgl. empirischer Leser, fiktiver Leser, idealer Leser, impliziter Leser, intendierter Leser 
 
Leser, empirischer
vgl. empirischer Leser
 
Leser, fiktiver
vgl. fiktiver Leser
 
Leser, idealer
vgl. idealer Leser
 
Leser, impliziter
vgl. impliziter Leser
 
Leser, intendierter
vgl. intendierter Leser
 
Leserantizipation
im Rahmen des Schreibprozesses: Wissen über die Angemessenheit des Geschriebenen für die Leser
 
Leserbrief
Privater Gebrauchstext (Brief); (Journalistische) Darstellungsform/Schreibform, mit der Leser einer Pressepublikation ihre Meinung zu einer Veröffentlichung oder einem Thema, das sie interessiert, kundtun können; - vgl. kommentierender Leserbrief, freier kommentierender Leserbrief, textbezogener kommentierender Leserbrief,
 
Leserbrief, freier kommentierender
vgl. Freier kommentierender Leserbrief
 
Leserbrief, kommentierender
vgl. Kommentierender Leserbrief
 
Leserbrief, textbezogener kommentierender
vgl. Textbezogener kommentierender Leserbrief
 
Leserbrief, textgebundener
vgl. Textgebundener Leserbrief
 
Leserbrief, textungebundener
vgl. Textungebundener Leserbrief
 
Leserforschung
Kulturwissenschaftlicher Forschungsansatz, der sich mit der Entwicklung der Lesekultur, dem Wandel des Lesens und der Soziologie der Leser befasst
 
Leserführung
Begriff zur Bezeichnung der durch die Seitengestaltung (Seitenlayout) gesteuerten Rezeption des Lesers, die berücksichtigt, auf welche Weise Seiten durch den Leser wahrgenommen werden. Bei Zeitungs- und Anzeigentexten geht der Blick des Betrachters gewöhnlich von oben nach unten und an den den Bildern entlang, die zwar als Blickfang fungieren, aber nur geringen Einfluss darauf haben, ob der Leser den Text auch wirklich liest; dafür sind offenbar Titeln und Zwischentiteln als Auswahlkriterien wichtiger  (vgl. Bonfadelli 2004, S. 214) - vgl. Layout, Blickführung, Blickaufzeichnung,

Leseroute, lexikalische
vgl. Lexikalische Leseroute

Leseroute, segmentale
vgl. Segmentale Leseroute

 
Leserschaftsforschung
Leserschaftsforschung bzw. Publikumsforschung erhebt als a) quantitative Forschung repräsentative statistische Daten über die Anzahl von Personen, die z. B. von einer bestimmten Werbebotschaft erreicht werden oder welche Merkmale diese Personen haben (Alter, Geschlecht, Bildung etc.) b) qualitative Forschung die Art und Weise und die Intensität der Werbebotschaft und ermittelt z. B., wie stark die Markenbindung ausgeprägt ist.

Lesestörung
vgl. Lese- und Rechtschreibstörung; vgl. Dyslexie, Oberflächendyslexie, Tiefendyslexie

 
Lesetechnik
Methoden, die beim Lesen verwendet werden können; Methoden: diagonales Lesen, intensives Lesen, kursorisches Lesen, punktuelles Lesen, Schnelllesensequenzielles Lesen 

»Lese- und Rechtsschreibstörung
auch: Legasthenie, Lese-Rechtschreib-Störung, Lese-Rechtschreib-Schwäche, Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten oder abgekürzt LRS; Bez. für eine nach (»ICD-10,  »ICD-10 online (WHO-Version 2016) als Krankheit oder massive und lang anhaltende Gesundheitsbeeinträchtigung diagnostizierbare Störung beim »Schriftsprachenerwerb, konkret bei der Umsetzung der gesprochenen in geschriebene Sprache und umgekehrt; Ursache: genetische Veranlagung beim Verarbeiten von auditiven und visuellen Wahrnehmungen und bei der kognitiven Verarbeitung von Sprache und der »phonologischen Bewusstheit; tritt isoliert von anderen Störungen auf, oft ohne sonstige Hinweise auf eine generelle Minderbegabung oder Erfolglosigkeit von sonstigen schulischen Lernprozessen - vgl. Lesestörung, Legasthenie

 
Leseverfahren
Bündel von Vorgehens- und Verfahrensweisen bei der Lektüre bestimmter Texte; nicht deutlich abzugrenzen vom Begriff der Lesehaltung
 
Lexikalische Definition,
auch: Bedeutungsanalyse, deskriptive Definition, Festsetzungsdefinition; legt fest, was unter einem bestimmten Begriff im bestehenden Sprachgebrauch zu verstehen ist - vgl. Definition, Nominaldefinition, Realdefinition
Beispiel: Unter Linguistik versteht man die Wissenschaft, die wissenschaftlich mit den Strukturen und der Verwendung von Sprache befasst.
 
Lexikalische Kurzformen
- vgl. Kurzwort

Lexikalisches Lesen
im kognitiven Zwei-Wege-Modell des Lesens der in verschiedenen Teilprozessen gegliederte lexikalische Verarbeitungsweg (lexikalische Leseroute), - vgl. Lesen, lexikalische Leseroute, segmentales Lesen, Zwei-Wege-Modell des Lesens

Lexikalische Leseroute
im kognitiven Zwei-Wege-Modell des Lesens einer der beiden in verschiedenen Teilprozessen gegliederte Verarbeitungswege (s. auch: segmentale Leseroute)  der auf dem lexikalischem Lesen beruht; - vgl. segmentale Leseroute, lexikalisches Lesen, Lesen, segmentales Lesen,

 
Lexikon
1. Nachschlagewerk, das alphabetisch geordnet ist 2. Sammelbezeichnung für Sprach- und Fachwörterbücher, Konversationslexika und Enzyklopädien - vgl. Enzyklopädie, Konversationslexikon, Wörterbuch 3. als Forschungsgegenstand der sprachwissenschaftlichen Lexikologie der Wortschatz einer Sprache
 
Liebesdichtung
literarische Texte (Dichtungen) aller Gattungen, die sich vornehmlich mit dem Thema Liebe bzw. Liebesbeziehungen befassen; Themenbereiche: Gefühle, seelisch-geistiger Bereich oder auch ja nach Kultur und Epoche Erotik mit ihrer körperlich-sinnlichen Komponente; besonders häufig lyrische Formen; bis zum 18. Jahrhundert keine Erlebnislyrik in Form der Selbstaussprache eines Ichs, sondern Rollenlyrik; darin können auch Erlebnisse in der Form normierter oder konventionalisierter Topoi verarbeitet sein; seit dem 18. Jahrhundert Herausbildung einer spezifischen Empfindungssprache, mit der das persönliche Liebeskonzept des jeweiligen Autors ausgedrückt werden kann
 
Lied
1.) sangbare, meist strophisch gegliederte gleichgebaute und gereimte lyrische Kurzform; als wichtigste und zugleich schlichteste Form der Lyrik dient das L. häufig zur individuellen und erlebnishaften Gefühlsaussprache; heutzutage wird der Begriff des L. meist auf das Vorhandensein einer Melodie (z. B. Volkslied, Gemeinschafts- und/oder Gesellschaftslieder) verengt, die aber für das Lied nicht zwingend vorhanden sein muss (z. B. Kunstlied);  vielfältige historische Ausprägungen mit verschiedenen Differenzierungsansätzen: a) inhaltlich:  geistliches vs. weltliches Lied (Marien-, Kirchen-, Prozessionslieder vs. Liebes-, Natur-, historisch-politisches L.); b) soziologisch: höfisches L., Studenten-, Soldaten- u. Kinderlied c) nach Art der Präsentation: Chor-, Tanz-, Klavierlied etc. d) intentional: Ausdrucks- vs. Distanzlied 2) im geschlossenen Drama "in sich gerundete Gebilde, die sich durch lyrischen Gehalt, durch ein gesondertes Versmaß, durch Strophik, manchmal auch durch Reime aus der dramatischen Sprache des jambischen Gleichmaßes herausheben, selbst wenn es sich dabei nicht um Lieder im streng gattungsmäßigen Sinne handelt." (Klotz 1976, 8. Aufl., S.194); z. B. Schiller, Maria Stuart, III,1

»Ligatur
Buchstabenverbindung von zwei oder mehr Buchstaben wie sie z. B. in der alphabetischen Lautschrift verwendet werden - vgl. Schrift, Lautschrift,

 
Lineare Erörterung
Typ/Form der Problemerörterung; auch: steigernde Erörterung; Erarbeitung und Abgabe begründeter Sachurteile zu einem Problem, Ereignis oder Sachverhalt als Antwort auf eine Ergänzungsfrage - vgl. Problemerörterung, Ergänzungsfrage
Beispiele: 1) Immer wieder kommt es zu skandalösen Dopingfällen im Leistungssport. Zeigen Sie, welche Ursachen das Doping hat und wie man diesem Phänomen entgegenwirken könnte? 2) Welche Ursachen hat die Umweltverschmutzung?
 
Lineares Erzählen
Eine Geschichte wird ohne Rückwendungen und Vorausdeutungen dem sukzessiven Zeitablauf entsprechend chronologisch erzählt. vgl. nicht-lineares Erzählen
 
Lineare Stichwortliste
Stichwortliste, die beim Exzerpieren eines Textes (ohne längere wörtliche oder sinngemäße Textzitate) im Rahmen einer zunächst textsukzessiven Bearbeitungsstrategie erstellt werden kann, wenn die Unterstreichungen und Markierungen, die bei der Erfassung eines Textes vorgenommen werden, in einer gesonderten Liste in der vorliegenden Textreihenfolge (linear) aufgeführt werden - vgl. strukturierte Stichwortliste, Exzerpt, Inhaltsangabe, Textzusammenfassung, schrittweises kooperatives Schreiben, Aussagenliste,

Literale Kompetenzen
Bündel von vier aufeinander bezogene und aufeinander einwirkende Kompetenzen, die es ermöglichen, dass sprachliche Äußerungen verschriftlicht und rezipiert werden können - vgl. literale Schriftkompetenz, literale Textkompetenz, literale Produktionskompetenz, literale Rezeptionskompetenz

Literale Produktionskompetenz
Kompetenz, die zu den literalen Kompetenzen zählt; besteht aus dem Zusammenspiel der literalen Schriftkompetenz und der literalen Textkompetenz, das ermöglich, dass man mit Buchstaben, Wörtern und Sätzen Schrift schreiben kann (Schriftproduktion) und auf dieselbe Texte (Briefe, Kommentare, Erörterungen ...) schreiben kann (Textkompetenz) (vgl. Forschungshandbuch empirische Schreibdidaktik (2017) Kindle-Version, S. 28) - vgl. literale Kompetenzen, literale Schriftkompetenz, literale Rezeptionskompetenz, Schreiben,

Literale Rezeptionskompetenz
Kompetenz, die zu den literalen Kompetenzen zählt; besteht aus dem Zusammenspiel der literalen Schriftkompetenz und der literalen Textkompetenz, das ermöglicht, dass man eine aus Buchstaben, Wörter und Sätzen bestehende Schrift lesen und Texte (Briefe, Kommentare, Romane ...) lesen kann (Textkompetenz) (vgl. Forschungshandbuch empirische Schreibdidaktik (2017) Kindle-Version, S. 28) - vgl. literale Kompetenzen, literale Schriftkompetenz, literale Rezeptionskompetenz, Schreiben

Literale Routine
auch: Formulierungsroutine; Bez. für einen kognitiven Prozess im Rahmen der Schreibkompetenz, der beschreibt, wie bewusstes, deklaratives Wissen in unbewusstes, prozedurales Wissen transformiert wird, um nach bestimmten Textmustern zu schreiben; mit Hilfe von erworbenen literarischen Routinen kann man bestimmten Prozeduren im Schreibprozess ohne Nachdenken folgen und benötigt beim Formulieren auch nicht unbedingt Problemlösewissen; vor allem dann beim Schreiben besonders gut, wenn man über ein bestimmtes Thema nicht genügend weiß, also kein ausrechendes deklaratives Wissen dazu abrufen kann, oder über nicht genügend prozedurales Wissen verfügt, um Schreiben zu können. (Feilke und Augst 1989)
 - vgl. Schreibkompetenz, Formulierungskompetenz, prozedurales Wissen, deklaratives Wissen, Schreibprozess, Textmuster, Formulierungsroutine

Literale Schriftkompetenz
auch: Schriftkompetenz; Kompetenz, die zu den literalen Kompetenzen zählt; besteht aus dem Zusammenspiel der literalen Produktionskompetenz und der literalen Rezeptionskompetenz, das dafür sorgt, dass man mit Buchstaben, Wörtern und Sätzen Schrift schreiben kann (Schriftproduktion) und auf dieselbe Weise Schrift lesen kann (Schriftrezeption) (vgl. Forschungshandbuch empirische Schreibdidaktik (2017) Kindle-Version, S. 28) - vgl. literale Kompetenzen, literale Produktionskompetenz, literale Rezeptionskompetenz, Schreiben, Schriftproduktion

Literale Textkompetenz
Kompetenz, die zu den literalen Kompetenzen zählt; besteht aus dem Zusammenspiel der literalen Produktionskompetenz und der literalen Rezeptionskompetenz, das dafür sorgt, dass man Texte schreiben (Schriftproduktion) und  lesen kann (Textrezeption) (vgl. Forschungshandbuch empirische Schreibdidaktik (2017) Kindle-Version, S. 28) - vgl. literale Kompetenzen, literale Schriftkompetenz, literale Produktionskompetenz, literale Rezeptionskompetenz, Schreiben,

 
Literalität
Schriftlichkeit (engl. literacy); oft als Gegenbegriff zu Oralität (Mündlichkeit) verwendet; literale Gesellschaften zeichnen sich dadurch aus, dass Kommunikation und Interaktion in der Gesellschaft in hohem Maße von Schriftlichkeit geprägt sind - vgl. Oralität
 
Literarästhetische Produktionskompetenz
 - vgl. literarische Kompetenz, literarästhetische Rezeptionskompetenz, literarisches Schreiben, poetisches Schreiben, literarische Schreibdidaktik, theatralische Produktionskompetenz,
 
Literarästhetische Rezeptionskompetenz
Fähigkeit, die spezifische ästhetische Eigenart literarischer Werke wahrzunehmen, in einem textnahen sprach- und formbewussten Umgang mit Literatur bis hin hin zu gattungsspezifischen Zielen und Inhalten adäquat zu verstehen und damit die Voraussetzung für die Teilhabe an dem Prozess gesellschaftlicher  Selbstverständigung über Literatur zu schaffen; in der Literaturdidaktik wird die literaturästhetische Rezeptionskompetenz in eine Vielzahl von zahlreiche Teilkompetenzen unterteilt - vgl. literarische Kompetenz, literarästhetische Produktionskompetenz, theatralische Rezeptionskompetenz,

 

Literarische Charakteristik
(schulische) Schreibform mit der Aufgabe, eine literarische Figur anhand der im Text enthaltenen Aussagen (explizite und implizite Figurencharakterisierung) in ihrer (charakterlichen) Eigenart zu erfassen und zu beschreiben. vgl. poetische Charakteristik, Personenbeschreibung
 
Literarische Erörterung
1. linearer oder dialektischer Erörterungstyp, dessen Themenstellungen sich auf Fragen oder Problemfelder aus dem Bereich der Literatur und Kunst beschränken; im schriftlichen Abitur häufig als Motivvergleich, Erörterung literaturgeschichtlicher Zusammenhänge, Fragen zum Theater, zum Kulturbetrieb allgemein, zu Leben und Werk eines Autors u. ä. - 2. Typen: a) Textgebundene literarische Erörterung b) (Freie) Textungebundene literarische Erörterung - vgl. Abitursaufsatz, Erörterung, literarisches Thematextgebundene literarische Erörterung, textungebundene literarische Erörterung, erörterndes Erschließen,
Beispiel: "Jeder Schriftsteller sollte die Nessel Wirklichkeit fest anfassen und uns alles zeigen." (Arno Schmidt, 1914-1979). - Setzen Sie sich mit dieser Aussage des Schriftstellers Arno Schmidt auseinander.
 
Literarische Gattung
vgl. Literaturgattung
 
Literarische Gebrauchsformen
Texte, die weder eindeutig literarischen Texten (fiktionalen Texten) noch eindeutig den Gebrauchstexten (nicht-fiktionalen Texten) zugeordnet werden können; dazu zählen z. B. Autobiographie, Biographie, Brief, Glosse, Leitartikel, Essay, Memoiren, Predigt, Reportage, Tagebuch; solche Texte zeichnen sich sowohl durch ihre ästhetische Gestaltung wie auch ihre darüber hinaus gehende Zweckgebundenheit aus, z.B. didaktisch-kritischer Zweck (vgl. Belke 1980, S.10)
 
Literarische Inhaltsangabe
(schulische) Schreibform; Form der Inhaltsangabe, wie sie in Schauspiel- oder Romanführern vorkommt; Ziel: Information des Lesers oder Hörers über den "Gang der Handlung"  (vgl. Weiß/Erwert/Kohse 1991, S.402) - vgl. Inhaltsangabe - literarischer Aufsatz
 
Literarische Kompetenz
- vgl. Kompetenzen im Deutschunterricht, Kompetenzen (Literaturunterricht), kompetenzorientierter Deutschunterrícht, literarästhetische Produktionskompetenz, literarästhetische Rezeptionskompetenz,
 
Literarische Schreibdidaktik
von Elisabeth Paefgen (1999/2006, S.105ff.) verwendete Bezeichnung für ein didaktisches Konzept des literarischen Schreibens, in dem "das Schreiben der Schüler mit der Lektüre und Analyse literarischer Texte verbunden wird. Die poetischen Schreibarbeiten der Schüler folgen dem literarischen Text und führen zu diesem zurück."  - vgl. literarästhetische Produktionskompetenz, literarisches Schreiben, poetisches Schreiben, produktive Textarbeit
 
Literarische Zweckform
in der Literaturwissenschaft verwendete, aber nicht unumstrittene Bezeichnung für in Prosa gehaltene, nicht-fiktionale Texte wie Bericht, Abhandlung, Traktat, Feuilleton, aber auch Essay als Kunstprosa; im Ggs. zu literarischen Texten mit einer primär ästhetischen Funktion Texte, die eine klare Zwecksetzung beim Informieren, Belehren, Appellieren o. ä. haben; nach Weissenberger (1985, S.1), der wie andere Literaturwissenschaftler für eine deutliche Abgrenzung publizistischer Textsorten von den herkömmlichen literarischen Gattungen eintritt, fasst die genannten Textsorten als (journalistische) Gebrauchstexte auf, wobei die entscheidende Frage für die Literaturwissenschaft in diesem Zusammenhang lautet: Was macht einen Gebrauchstext 'literarisch'?" (Vogt 2008, S.192) - vgl. Literarisierung, Literarizität
 
Literarischer Text
- vgl. Literarizität, Gebrauchstext, pragmatischer Text, Sachtext
 
Literarisches Rollenspiel
Schulische Schreibform, die im Ggs. zur Textinterpretation i. e. Sinne bzw. dem literarischen Aufsatz auf den kreativ-produktiven Umgang mit Literatur bei der Interpretation von Texten setzt;  - vgl. Rollenspiel, produktive Textarbeit, Textinterpretation, literarischer Aufsatz
 
Literarisches Schreiben
auch: poetisches Schreiben (Fritzsche, 1994); 1. Schreiben, "das bewusst von der sprachlichen Norm abweicht und dabei keine pragmatische oder direkt kommunikative Absicht, sondern ästhetische Dimensionen verfolgt" (Abraham/Kepser 2006, S. 52, Anm. 8); 2. in engerem Sinne aufgefasst Schreibhandlungen, die im Anschluss an die Lektüre oder die Analyse von literarischen Texten durchgeführt werden; Begriff der "literarischen Schreibdidaktik" (vgl. Paefgen 2006, S.106ff.) - vgl. poetisches Schreiben, literarästhetische Produktionskompetenz, literarische Schreibdidaktik, produktive Textarbeit,
 
Literarisches Thema
Schulische Schreibform, bei der es im Allgemeinen um die Interpretation eines Teilproblems in einem größeren literarischen Werk geht; Abgrenzung von der eigenständigen Gesamtinterpretationsleistung, die im Allgemeinen bei der  Textinterpretation verlangt wird; allerdings nicht immer klar von dieser zu trennen; - vgl. Abitursaufsatzliterarischer Aufsatz, Sternchenthema 
 
Literarischer Aufsatz
Schulische Schreibform, häufig auch synonym Textinterpretation verwendet; 1. unterscheidet sich von der Textinterpretation als selbständiger Deutung eines literarischen Werkes dadurch, dass der literarische Text unter einer bestimmten Fragestellung analysiert bzw. betrachtet werden soll, die nicht oft als mehrteilige Arbeitsanweisung formuliert wird; Abgrenzung von der schulischen Form der Textinterpretation nicht ganz trennscharf; Formen: literarische Inhaltsangabe, literarische Charakteristik, literarische Erörterung, literarisches Thema (zu Teilproblemen eines literarischen Textes) (vgl. Weiß/Erwert/Kohse 1991, S.408); 2. im Gegensatz zum literarischen Rollenspiel als Form kreativen und produktiven Umgangs mit Literatur ist beim literarischen Aufsatz meist eine werkimmanente Interpretation im Sinne hermeneutischen Verstehens erwünscht - vgl. Textinterpretation, literarisches Rollenspiel
 
Literarizität
(auch: Poetizität) 1. Literaturtheoretischer Begriff zur Bezeichnung von Texteigenschaften, die einen literarischen im Ggs. zu einem nichtliterarischen Text (Gebrauchstext, Sachtext) unterscheidet; je nach literaturwissenschaftlichem Ansatz (z. B. Produktions-, Werk- oder Rezeptionsästhetik) wird das Literarische vom Autor, dem Werk oder dem Leser her bestimmt; also entweder ausgehend von Phantasie und Schaffenskraft des Autors bei der Textproduktion, oder vom Text selbst ausgehend (Aufbau, Komposition, Textelemente, Sprache, ästhetische Verfahren) oder ausgehend von einer besonderen Rezeptionsweise her bestimmt; gängige Einwände auch Autorgenies verfassen nicht nur Literatur; ein und derselbe Text kann von (unterschiedlichen) Rezipienten als literarischer oder nichtliterarischer Text aufgefasst werden (z.B. Reiseberichte) ; 2. Empirische Literaturwissenschaft betont statt Text- die Handlungsebene und geht davon aus, dass unter Betonung der Kontextabhängigkeit von Literarizität im sozialen System der Literatur die darin agierenden Teilnehmer hauptsächlich darüber entscheiden, ob ein Text das Prädikat literarisch oder nichtliterarisch erhält (Beispiele: Verlage lehnen Texte als nichtliterarisch ab; Autobiographien von Schriftstellern werden von den Lesern teils als literarische, teils als nichtliterarische Texte gelesen; 3. Im Allgemeinen werden literarische Texte unter pragmatischem Aspekt als Texte verstanden, die a) primär ästhetisch-unterhaltenden Zwecken dienen; b) in keinem unmittelbaren Verwertungszusammenhang stehen (nicht-pragmatischer Diskurs); c) selbstreferentielle und intertextuelle Qualität besitzen (auf sich selbst und andere Texte bzw. Medien bezogen); d) mehrdeutig sind und konnativ wirken, indem sie individuelle, emotionale Nebenbedeutungen evozieren; e) sprachlich verfremdet sind ( vgl. Metzler Lexikon Literatur- und Kulturtheorie 2008, S. 430, vgl. Abraham/Kepser 2006, S.26) - vgl. Gebrauchstext, literarischer Text,
 
Literatur, parabolische
vgl. Parabolische Literatur
 
Literatur, verfilmte
vgl. Verfilmte Literatur
 
Literaturgattung
1. Einteilung der Literatur nach übergeordneten Kategorien, z.B. seit dem 18. Jh. Unterscheidung in Gattungstrias Epik, Dramatik, Lyrik; in der neueren Literaturwissenschaft Abkehr von der überkommenden Gattungstypologie wg. Erweiterung des Literaturbegriffs, der auch andere Literaturformen umfasst (Begriff der Textsorte) 2. Gattungsbegriff wird mitunter auch zur Bezeichnung von Untergruppen der übergeordneten Literaturgattungen verwendet, dann allerdings noch unschärferer Bedeutungsinhalt - vgl. Textsorte, Gattung 
 
Literaturverzeichnis
In der Regel alphabetisch sortierte Liste von Quellen, Texten oder Medien, die zur Erstellung einer wissenschaftlichen Arbeit herangezogen worden sind.  - vgl. Quellenangabe, Zitat, Zitieren
 
Litotes
verneinter Gegenbegriff; häufig untertreibende Ausdrucksweise (Understatement): statt Superlativ oder Elativ wird Verneinung des Gegenteils benutzt -  vgl. Wortfiguren
Beispiel:  »nicht unpopulär« statt »sehr populär«
  
Logo
1) im Rahmen der Werbeanzeige mit dem Slogan verwendetes bildlich wahrnehmbares Firmenzeichen - vgl. Werbeanzeige, Slogan

Logographie
auch: Wortschrift; im Ggs. zur Phonographie, die lautrepräsentierende Schriftsysteme (alphabetische Schrift, Silbenschrift, Lautschrift) analysiert und beschreibt, sind logographische Schrifttypen wort- bzw. begriffrepräsentierend; dabei wird die Bedeutung (nicht Laute!) der einzelnen Wörter und Begriffe mit graphische Zeichen ausgedrückt (Logogramme); logographisch ist z.B. die »chinesische Han-Schrift, bestimmte Elemente der »altägyptischen Hieroglyphen, die altorientalische »Keilschrift sowie die »Schrift der Mayas; die Wortkürzel in der »Stenografie sind ebenfalls logographisch;

Logographischer Schrifttyp
Schrifttyp, dessen dominante Bezugsebene im jeweiligen Sprachsystem das Lexikon, der Wortschatz mit seiner Bedeutung ist.; prinzipiell unabhängig von Einzelsprachen, da sich die logographischen Elemente auf die lexikalischen Bedeutung beziehen; wie andere Schrifttypen aber auch: keine Reinform, sondern Mischformen möglich; vgl. Buchstabenschrift, Schrift, Schrifttyp, alphabetische Schrift,

 
Lokalsatz
Form des Adverbialsatzes; Gliedsatz bei dem der lokale Adverbialsatz anstelle des Satzgliedes adverbiale Bestimmung des Ortes (lokale adverbiale Bestimmung) steht - vgl. Adverbialsatz, Gliedsatz
Beispiel: Das Auto stand da, wo er es geparkt hatte. (Relativsatzform)
 
Lokutiver Akt
in der Sprechakttheorie »John Austins (1911-1960) einer von drei Teilhandlungen, die bei jeder Äußerung eines Satzes zugleich vollzogen werden; der lokutive Akt bezeichnet dabei die Tatsache, dass man etwas sagt; »John R. Searle (geb. 1932) reduziert den lokutiven Akt auf die von ihm Äußerungsakt genannte Teilhandlung, während er einen weiteren Akt, den propositionalen Akt (Prädikations- + und Referenzakt) hinzufügt und damit das ursprünglich aus drei Teilakten (lokutiver, illokutiver und perlokutiver Akt) auf vier Teilakte erweitert. - vgl. Sprechakte, Äußerungsakt
 
Longcopy
Form des Fließtextes (copy) einer Werbeanzeige; längere Fließtextelemente mit äußerlichen Gliederungsmerkmalen wie Absätze und/oder Absatzüberschriften (Sublines); Informationsfunktion - vgl. Werbeanzeige, Fließtext
 
Long Term WebQuest
vgl. Langer Webquest
 
Low-interest-Produkt
Begriff aus der Werbeforschung; Bezeichnung für ein Produkt, das selbst von geringem Interesse ist
 
Low-Involvement-Anzeige
Begriff aus der Werbeforschung; Werbeanzeige,  bei der das Bild (Visual) bei der Gestaltung der Werbebotschaft dominiert;  Zielgruppe: die eher passive Rezipienten,  die Werbung nur flüchtig wahrnehmen und eigentlich kein spezifisches Interesse an dem Werbeobjekt haben.  vgl. High-Involvement-Anzeige, Visual, Werbeanzeige
 
Lyrisches Ich
in der Literaturwissenschaft uneinheitlich verwendeter Begriff; 1910 von der Dichterin Margarete Susman eingebrachter Begriff, der den Sprecher eines Gedichts vom Autor des Gedichts klar unterscheidet; damit deutliche Abgrenzung von der früher üblichen Gleichsetzung des Autors mit der Sprechinstanz eines Gedichts;  im Allgemeinen heute zumeist wertneutrale Verwendung bei der Gedichtinterpretation zur Bezeichnung des Sprechers bzw. der Sprecherinstanz eines Gedichts (vgl. Weiß/Erwert/Kohse 1991, S.365)

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