teachSam- Arbeitsbereiche:
Arbeitstechniken - Deutsch - Geschichte - Politik - Pädagogik - PsychologieMedien - Methodik und Didaktik - Projekte - So navigiert man auf teachSam - teachSam braucht Werbung


deu.jpg (1524 Byte)

 

 

 

Bausteine: Aichinger, Das Fenstertheater

Eine Interpretationsskizze teilweise kooperativ erstellen

Schreibkonferenz

 
FAChbereich Deutsch
Center-Map Glossar Literatur Autorinnen und Autoren... Ilse Aichinger Das Fenstertheater Aspekte der Erzähltextanalyse  [ Bausteine Fragen und Arbeitsanregungen zum Text Anregungen zur produktiven TextarbeitTextpuzzle Ideen für den Titel und den Schluss: Kreative Lösungen miteinander vergleichen Einen Parallelkonspekt erstellen
Den Text in Sinnabschnitte gliedern und die Inhaltliche Gliederung herausarbeiten Ein Musterbeispiel zur Inhaltsangabe analysieren Die erzähltechnischen Mittel analysieren Die sprachlichen und rhetorischen Mittel analysieren Motive als Strukturelemente erkennen und beschreiben Schritt für Schritt zur literarischen Charakteristik: Arbeitsschritte beim Schreiben jede/r für sich allein (produktorientiertes Schreiben) Schreibkonferenz Interpretationsskizze ] Links ins Internet Schreibformen Operatoren im Fach Deutsch


docx-Downloadpdf–Download
Texte visualisieren
»
Strukturbilder zu Texten gestalten

Den Text in Form eines Schaubildes visualisieren

"Ein Bild sagt mehr als tausend Worte." ist heute ein »geflügeltes Wort geworden. Als Redewendung bringt die Äußerung quasi auf den Punkt, was viele Menschen in ihrem Alltag mit seiner visuellen Kultur erleben. Überall werden Informationen ▪ visualisiert, ein Leben ohne ▪ Infografiken, Schaubilder, Skizzen, ganz abgesehen von allen anderen Bildern ist kaum mehr denkbar.

Für viele Fachleute liegen die ▪ Vorzüge der bildlichen Kommunikation auf der Hand.

Bilder

Werden ▪ Texte in Form von Schaubildern visualisiert, will man sich diese Vorteile zu eigen machen. Bei der Textarbeit mit literarischen Texten (auch: fiktionalen Texten) und Sachtexten (auch: nichtfiktionale, pragmatische, expositorische Texte, Gebrauchstexte) kann man in solchen Schau- und Strukturbildern auch eine Form der diskontinuierlichen Wiedergabe bzw. Zusammenfassung von Texten sehen, die in der Kommunikation an die Stelle von ausformulierten in kontinuierlicher Form gestalteten Inhaltsangaben treten können.

Vor der Visualisierung steht die Erschließung des Textes

Die Visualisierung steht im Allgemeinen erst an, wenn man den Text in Bezug auf Inhalt, Aufbau und anderer Strukturen vollständig erschlossen hat. Sie stellt insofern keine Skizze dar, die man z. B. bei der Erschließung des Textes für sich selbst anfertigt, um sich bestimmte Dinge und Zusammenhänge zu verdeutlichen.

  Den Inhalt eines Textes erfassen
Überblick
Sinnabschnitte
Überblick
In Sinnabschnitte gliedern
Die Textgliederung erstellen

An die Visualisierung von Texten werden inhaltlich und gestalterisch höhere Ansprüche gestellt. Sie sollen einer Gestaltungsidee folgen und ihre Gestaltungsmittel zweckmäßig einsetzen, um ihren Gegenstand einem oder mehreren anderen (wenngleich bloß vorgestellten) Adressaten anschaulich und gut verständlich zu präsentieren.

Eine Interpretationsskizze als Strukturbild gestalten

Wenn es darum geht, einen literarischen Text wie ▪ Ilse Aichingers Kurzgeschichte ▪ »Das Fenstertheater« zu visualisieren, kann man, wenn nichts anderes verlangt ist, bei Inhalt und Gestaltung ziemlich frei vorgehen, sofern man sich an ein Mindestmaß allgemeiner Gestaltungsprinzipien hält

Trotzdem ist die Visualisierung eines literarischen Textes wie der Geschichte von Aichinger eine ▪ besondere Schreibaufgabe. Was dabei herauskommen soll, hat die Funktion einer ▪ Interpretationsskizze. Skizze bedeutet dabei nicht, dass alles, was dabei zur Ausführung kommt, auch i. e. S. grafisch gestaltet werden muss. Die Grenzen zwischen sogenannten Textgrafiken und Textbildern sind also sehr durchlässig.

Die Interpretationsskizze soll, wenn keine weiteren Vorgaben gemacht werden, die Gestalt eines freien Strukturbilds haben, das Inhalt, Strukturen des Textes und ggf. auch Interpretationsideen dazu in einem Strukturzusammenhang darstellt.

Ein Beispiel dafür ist die nebenstehende Interpretationsskizze (zur Vergrößerung bitte anklicken!) zu ▪ Wolfgang Borcherts Kurzgeschichte ▪"Nachts schlafen die Ratten doch", die inhaltliche Aspekte mit Interpretationsideen zum Text verknüpft.

Jede/r für sich allein oder mit Teamunterstützung zur Visualisierung des Textes von Ilse Aichinger

Bei der Visualisierung von ▪ Ilse Aichingers Kurzgeschichte ▪ »Das Fenstertheater« kann  jede/r bis zum Ende für sich allein arbeiten (produktorientiertes Schreiben) oder in in einem schrittweise kooperativ gestalteten Schreibprozess (interactive writing) mit Teamunterstützung vorgehen.

Wenn jede/r für sich allein schreibt, sollte man den Schreibprozess in wenigstens 3 Phasen einteilen:

Auf das Visualisieren von Texten könnte das allgemeine Prozessmodell des Schreibens vereinfacht wie folgt angewendet werden:

Planen In der Planungsphase wird der Text erfasst. Dabei richtet sich das Augenmerk auf den Inhalt bzw. die Handlung des erzählten Geschehens und die erzählerischen und sprachlich-stilistischen Strukturen des Textes ( z. B. Sinnabschnitte, Motive, Strukturen des erzählenden Texts...). Hier für bedarf es vor allem ▪ inhaltlicher Kompetenz und ▪ Strukturierungskompetenz im Schreibprozess.
Formulieren / Gestalten / Entwerfen In der Formulierungs- bzw. Entwurfsphase wird entschieden,
  • auf welche Art und Weise die Interpretationsskizze erstellt werden soll (z. B. handschriftlich oder mit Hilfe eines Computerprogramms)

  • welche textlichen, grafischen, typografischen und bildlichen Elemente bei der Erstellung des Strukturbildes zum Einsatz kommen sollen.

Überarbeiten und Fertigstellen

In der Überarbeitungsphase wird die endgültige Fassung des Strukturbildes erstellt.

Dabei wird noch einmal an Hand des Textes überprüft, ob die erforderlichen Informationen in der Interpretationsskizze verarbeitet und in geeigneter Form zueinander in Beziehung gesetzt worden sind.

Eine Visualisierung des Textes mit Teamunterstützung gestalten

Aber natürlich muss das Erarbeiten und Gestalten einer Visualisierung nicht im Schreiben jede/r für sich (produktorientiertes individuelles Schreiben) organisiert werden, sondern kann auch mit Teamunterstützung ( prozessorientiert) in einem schrittweise kooperativ gestalteten Schreibprozess (interactive writing) erfolgen.

Beim Schreiben mit Teamunterstützung organisiert man die teilweise gemeinsame Arbeit z. B. in einer  Schreibkonferenz, die wie folgt ablaufen kann. Dabei gliedert sich Durchführung der Schreibkonferenz in mehrere Teilkonferenzen. Diese stellen die jeweilige persönliche Schreibkonferenz jedes einzelnen Gruppenmitglieds dar, das seine Textarbeit und Entwürfe zur Beurteilung durch die anderen Mitglieder in "seine" Schreibkonferenz einbringt.

Wie eine solcher schrittweise kooperativer Schreibprozess bei der Bewältigung der Schreibaufgabe "Visualisieren Sie den Text in Form einer Interpretationsskizze." aussehen kann, zeigt die nachfolgende Übersicht.

  1. Bilden Sie eine Schreibkonferenz-Gruppe von nicht mehr als insgesamt vier Mitgliedern.

  2. Setzen Sie sich an einem Ort zusammen, wo sie ungestört und in angenehmer Arbeitsatmosphäre miteinander zusammenarbeiten können.

  3. Lesen Sie den Text intensiv durch.

  4. Formulieren Sie im Anschluss daran kurz und knapp ihr Vorverständnis des Textes in einem oder mehreren zusammenhängenden Sätzen.

  5. Erfassen Sie dann - unbedingt jeder für sich alleine - den Inhalt bzw. das Geschehen mit ▪ Markierungen und Unterstreichungen.

  6. Schreibkonferenz(en) 1
    Lesen Sie sich in mehreren persönlichen Schreibkonferenzen vor, was jedes einzelne Gruppenmitglied zum Vorverständnis des Textes notiert hat. Besprechen Sie miteinander, was Ihnen bei den jeweiligen Ausführungen auffällt. Dabei sollen auch Begründungen oder Korrekturen des jeweiligen Vorverständnisses zur Sprache kommen, die Ihnen selbst oder den anderen nach ihrer Arbeit am Text aufgefallen sind.

  7. In einem weiteren Lektüredurchgang analysieren Sie nun - wieder jede/r für sich allein - die erzähltechnischen Mittel, die den Text gestalten. Halten Sie Ihre Ergebnisse schriftlich fest.

  8. Schreibkonferenz(en) 2
    Tauschen Sie ihre Ergebnisse in dieser Schreibkonferenz aus, Dabei soll jedes Teammitglied zu Wort kommen. Ergänzen Sie Ihre eigenen Notizen um Aspekte und Hinweise, die Sie von den anderen Teammitgliedern erfahren haben. (▪ Texte überarbeiten)

  9. Entwerfen Sie auf einem Blatt eine Skizze Ihres künftigen Strukturbildes.
    Probieren Sie dabei aus, welche grafischen Elemente Sie dabei verwenden möchten und nehmen Sie eine entsprechende Raumaufteilung vor.

  10. Schreibkonferenz(en) 3
    Besprechen Sie dann in mehreren persönlichen Schreibkonferenzen für jedes einzelne Gruppenmitglied, was Ihnen bei dem jeweils von einem Schreibgruppenmitglied vorgelegten Entwurf des Strukturbilds aufgefallen ist. Wenn Sie dazu Tipps zur Überarbeitung geben können, umso besser.

  11. Überarbeiten Sie Ihren Entwurf mit den Hinweisen und Aspekten, die Ihnen aus dem erhaltenen Feedback in der Schreibkonferenz wichtig und geeignet scheinen.(▪ Texte überarbeiten)

  12. Erstellen Sie im Anschluss daran wieder jede/r für sich - ggf. nach einer weiteren Überarbeitung Ihres Entwurfs - als Endfassung Ihre Interpretationsskizze des Textes. Sie können dieses Strukturbild handschriftlich oder mit dem Computer erstellen.

docx-Downloadpdf–Download
Texte visualisieren
»
Strukturbilder zu Texten gestalten

Gert Egle, zuletzt bearbeitet am: 26.11.2019

     
   
   Arbeitsanregungen:

Gestalten Sie eine Interpretationskizze zu ▪ Ilse Aichingers Kurzgeschichte ▪ "Das Fenstertheater".

 
 
 

 
ERZÄHLENDE TEXTE  Formen erzählender Texte Strukturen erzählender texte Strukturbegriffe der Erzähltechnik ARBEITSTECHNIKENArbeit mit Texten Zitieren INTERPRETATION EINES EPISCHEN TEXTES Aspekte der Analyse

   
  Creative Commons Lizenzvertrag Dieses Werk ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International License (CC-BY-SA)
Dies gilt für alle Inhalte, sofern sie nicht von
externen Quellen eingebunden werden oder anderweitig gekennzeichnet sind. Autor: Gert Egle/www.teachsam.de
-
CC-Lizenz